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Schweiz, freilich durch große Zugeständnisse seinerseits, zurNeutralität zu bewegen suchte, mußte vor der Anklage, dieWürde der französischen Republik in den Unterhandlungenkompromittirt zu haben, als Flüchtiger nach Genf sich retten.Uebrigens wurde mit der Schweiz dennoch ein Neutraliläts-vertrag geschlossen, und Frankreich für den bevorstehendenRiesenkampf, dem es nur mittelmäßige Hilfsmittel entgegen-sehen konnte, von der Alpenseile wenigstens gesichert.
Vergleicht man diese Lage der Dinge mit der kühnenSprache der Jakobiner und des Convcnts gegen ganz Eu-ropa: so müßte man billig erstaunen, wenn man nichtdie ganz eigenthümliche und großentbeils ins Werk ge-setzte Berechnimgsart der republikanischen Streitkräste nachrevolutionärem Calcul vor sich hätte. Der enthusiasti-sche Cambon machte bei dem Berg den Grundsatz gel-tend: Jeder Franzose vom 18 —4i>. Jahre könne in ei-nem Zeitraum von 6 Monaten ein guter Soldat werden;es bedürfe nur eines allgemeinen Aufgebots, um aufdiese Weise 5 — 4 Millionen ins Feld zu stellen und dieFeinde zu stillagen. Den großen Eelbbcdürfniffen des Staatswerden das confiscirte Vermögen, der Emigranten, dieNationalgüter und ein gezwungener Cours der Assignatengenügen. Um dieselbe Zeit, als einige Nachbarstaaten vonden Franzosen beseht waren, überzeugte sich der Convent,daß fremde Völker das kostbare G-sch«nk der Freiheit nichttheuer genug bezahlen können; auf Liese also hauptsächlichwurde der ungeheure Armcebedarf angewiesen, eine Hilfs-quelle, weiche dem Soldaten außerdem die Nothwendigkeitdes Sieges augenscheinlich erwies. Daß die Revolution da-durch von ihrer ersten Reinheit und Popularität verlor, istnicht zu läugnen; aber wie sollte sich die von Feinden sofurchtbar umringte Republik anders rrtten?
Denn unmittelbar nach der Hinrichtung Ludwigs XVl.
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