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Zweiter Band.
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z so auch unter dem Convent Ministerwechsel etwas Gewohn-f liches. Nach und nach, im Verhältnis; der abnehmenden' Girondistenmacht, sehen wir die Minister von dieser Seite^ die Leitung der Verwaltung verlassen. Kersaint, deri girondistische Deputtrte, war nach Ludwigs Hinrichtung mit? einem beleidigenden Schreiben aus dem Convent getreten,t Roland gab bald darauf mit einer gemäßigten Erklärung» seine Entlassung ein. „Er könne, schrieb er, nicht weiterk nützlich werden, und biete der Versammlung seine Rechen-8 schalt, seine Entlassung und seinen Kopf an." Eine Stimmej antwortete sarkastisch: „Eines, wie das Andere wird ange-nommen !" Dagegen setzten Dumouriez und die Girondistendie Entlassung des Kriegsministers Pache um dieselbe Zeitdurch, gleichsam als gegenseitiges Opfer, das ihnen die Ja-kobiner brachten. Wir haben bereits gesehen, daß Dumou-riez Pache's Nachfolger Beurnonville mit den vierCoM-missarien des Convents, Bancal, Quinette, Camus, Lamarqueden Oestreichern überlieferte, — ein zufälliges Glück fürFrankreich; denn nicht lange darnach tritt der geniale C a r-not mit fast unumschränkter Vollmacht an die Spitze desKriegswesens. Gohier wird Minister der Justiz, Garatdes Innern, beide Jakobiner, aber keine Terroristen.

Der Parteienkampf, welchem die Verwaktungssorgcn undder kriegerische Patriotismus einigen Einhalt gethan hatten,s erwachte mit den Unfällen der Heere und der Verrätherei' der Generale noch tödtlicher, denn zuvor; auch treten die- aufgeregten und düster glühenden Volksmaffen wieder aufk den Schauplatz. Rekrutirung, Hunger, Journale, Klubs! veranlaßten überall Zusammenrottungen. Frankreich wirdin ein großes Heerlager verwandelt; die Privatgeschä'tefangen gänzlich zu stocken an; alle Hände sind mit Arbeitenfür den Staat beschäftigt. Aber eben diese Thätigkeit fürdas öffentliche Interesse forderte die Massen zur aktivenl Theilnahme an der Verhandlung politischer Fragen auf: sies ergriffen jetzt Partei für eine der streitenden Meinungen im

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