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Zweiter Band.
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Nationalconvent, wir fle während der constituirenden undlegislativen Versammlung gegen Aristokratie und Königthumin die Schranken getreten waren. Daß sie zu den Berg-männern übertraten, war natürlich. Letztere affektirten nichtnur Hochachtung und Sorgfalt für die große Mehrzahl deSVolks, und schmeichelten ihm mit der Würde seiner Sou-veränität, sondern sie sympathisieren wirklich, als roh-kräftigeNaturen, mit der zu kühnen und äußersten Maaßregelngeneigten unteren Klasse. Wir haben hier vorzugsweiseParis im Auge. Die Girondisten dagegen deklamirten nichtnur gegen Paris, sondern verlangten auch unerbittliche Be-strafung jeder Unordnung, und waren in ihren politischenTheorien dem Volke meist unverständlich, das deßwegen denJakobinern leicht Glauben schenkte, welche über Verrath der„Politiker und „Intriganten" klagten. Die Girondistenhatten eine gewisse Vornehmheit und geistige Aristokratie,welche der Volksmenge mißfiel. Wenn sie in den Departe-mens Anklang fanden, so verdankten sie denselben der frühe-ren Achtung, in welcher fle gestanden, und namentlich der vonihnen angeschürten Eifersucht des Landes gegen Paris und seineDeputirten. Mangel an Popularität wurde ein weitererGrund zu ihrer Niederlage im Convent. Wer bei der Be-völkerung beliebt war, hatte dagegen einen großen Hebel zurMacht auch im Convent und in den Ausschüssen. Aus die-sem Grunde sind es von nun an, wie in den letzten Zeitender römischen Republik, einzelne Demagogen, welche mitfast diktatorischer Macht auftreten, und denen nur einHeer fehlt, um eine daurendere Gewalt zu begründen. Dochhaben wir kein Recht, sie des Strebens nach Tyrannei (imSinne der Alten) zu beschuldigen. Das sogenannte Trium-virat, Robespierre, Danton und Marat, ist einzeln schongeschildert; es muß nur noch, im Widerspruch mit einemweit verbreiteten Irrthum, bemerkt werden, daß sie keines-wegs in verabredeter Uebereinstimmung unter sich ban-delten, sondern wenn auch ihre Wege bisweilen zusammen-