Mittel, die gezwungene Tare, oder das Marimum. Dieaufgeklärten Jakobiner und Vergmänner sahen jedoch leichtein, daß eine solche Maaßregel Handel und Gewerbe ver-nichten müsse, und selbst Robcspicrre im Jakobinerklub,Hebert und Chau mette in der Gemeinde sprachen lautgegen ihre Unzweckmäßigkeit; aber die Tribünen murrtenund zischten, und sprachen von Einverständniß mit den ,Wucherern. In dieser Verwirrung zeigten sich die Ueberresteder alten Aristokratie, herrenlose Bediente und anderes Ge-sindel, und suchten die unteren Klaffen gegen die Revolutioneinzunehmen, indem sie an die „Fleischtöpfe" des alten Re-giments erinnerten. Die Behörden, namentlich der Convent,wurden mit Bittschriften für und gegen das Marimumbestürmt; der Gemeinderath gerieth mit den Sektionen,mehrere Volksgesellschaften mit den Jakobinern in Gegen-streit. Letztere beantragten die Auskunft: der Colonialwaa-ren solle man sich so viel möglich enthalten, der Conventaber beschließen, daß bei Todesstrafe die Assignaten zu ihremNennwerthe angenommen werden müssen; dabei riethen sie,der übermäßigen Vermehrung des Papiers durch gezwungeneAnlehen und große Auflagen auf den Lurus zu steuern. Al-les half nicht; das Uebel stieg mit jedem Tage. Die beidenHauptparteien im Convent klagten einander gegenseitig alsUrheber des Uebelstandes an. Den Girondisten warf derBerg eine Verschwörung mit den Großhändlern und Kippe-rern und selbst mit den Ausländern vor, welchen auf diesemWege das zerrüttete Frankreich in die Hände geliefert wer-den solle; die Girondisten gaben ihren Gegnern die Anklagezurück und behaupteten, die Jakobiner wollen durch Tumultund Anarchie zur Herrschaft gelangen. Beide Theile warengleich unschuldig; und daß die Jakobiner das Treiben derunteren Klaffen nicht billigten, beweist die abschlägige Ant-wort, welche sie den durch die Theurung am härtesten be-troffenen und sehr aufgeregten Weibern ertheilten, welcheim Saale der Jakobiner über die Hilfsmittel gegen ihr
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