Der Sturm dauert« fort; Jsnard antwortete den Deputa-tionen fortwährend mit Heftigkeit und bitteren Sarkasmen;er wurde genöthigt, den Präsidentenstuhl zu verlassen, unddenselben an den Jakobiner Horault-Sochelles abzutreten.Dieß war für den Berg die Losung zum Siege. Der neuePräsident antwortete den Deputationen in ganz anderemSinne: „Die Macht der Vernunft und die Macht des Volksist Eine und dieselbe. Ihr erscheinet in diesem Augenblick,Gerechtigkeit zu fordern; wir versprechen sie euch, wir wer-den sie euch gewähren." Es war sehr spät; aber die Berg-männer wollten heute noch zu einem Resultate kommen.Die Girondisten hatten sich entfernt, und waren eingeschüch-tert. Bittsteller, sagt man, mischten sich auf den Bänkenunter die Versammlung, und nun, eine halbe Stunde nachMitternacht, beschloß der Convent: 1 ) Die auf Befebl desZwölferausschusses eingekerkerten Bürger sollen augenblicklichin Freiheit gesetzt werden; 2) der Zwölferausschuß ist abge-setzt; das Comite der öffentlichen Sicherheit ist beauftragt,das Betragen der Mitglieder, aus welchen er bestand, zuuntersuchen.
Unglücklicher Weise ergriff die rechte Seite sogleich amnächsten Tage die Offensive wieder, statt den gehässigen Zwöl-ferausschuß aufzugeben, und damit den Berg zu besänftigen,das Volk zu beruhigen. Aber so groß war die Leidenschaft,daß beide Parteien nicht mehr neben einander bestehen, son-dern siegen oder untergehen wollten. Lanjuinais verlangtedie Zurücknahme des gestrigen Beschlusses; Guadet unter-stützte ihn. Er wurde wirklich unter furchtbarem Lärmenzurückgenommen mit 279 Stimmen gegen 25 g. Da riefCvllot d'Herbvis: „Ich verlange, daß die Bildsäule der Frei-heit verschleiert werde!" Danton: „Euer gestriger Beschlußhatte der allgemeinen Entrüstung Genüge geleistet; ihr hat-tet einen großen Akt der Gerechtigkeit vollzogen; ich willgerne glauben, daß ihr ihn vor dem Ende der Sitzung wie-der herstellet; aber wenn die'(Zwölfer-) Commission die