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sehen zu lassen. Das ist keine französische Handlung! aller-dings war damals Alles durch das Fieber der Revolutiongus seinem Kreise getreten.
Die Unternehmung auf Machecoul war ein Theil der com-bin'irten Bewegung gegen Nantes, dessen Einnahme ohneZweifel hohe Wichtigkeit für die Vendsie hatte. Meisterdieser großen Stadt, wodurch sie sich des Empfangs engli-scher Zufuhren versicherten, konnten die royalistischen Armeenohne Gefahr auf beiden Ufern der Loire agiren und Parisbedrohen. Hätten aber Charette und Cathülincau, ihre stau-nenswerthe Erfolge benutzend, nach dem Kampf bei Mache-coutz, alle ihre Streitkräfte vereinigt, um gegen die Haupt-stadt zu ziehen, so war es um die Republik geschehen. Nichtshätte den triumphirenden Marsch der royalistischen Armeenaufgehalten; die weiße Fahne Hütte auf den Thürmen vonNvtre-Dame geweht, bevor es den Armeen am Rhein mög-lich gewesen wäre, ihrer Regierung zu Hilfe zu kommen.
Der Plan, sich Nantes zu bemächtigen, war das natür-liche Resultat der Erfolge beider royalistischen Armeen ge-wesen; während Charette die ganze Untervendsie eroberte,war Cathelineau, den 10. Mai, in Parthenay eingezogen;den 15. hatte er la Chataigneraie, nach ziemlich heißemKampfe, eingenommen. Indessen hatte am 16. der GeneralChalbos bei Fvntenay einen bedeutenden Sieg davon getra-gen ; der General d'Elbee war in diesem Gefechte verwundetworden, und da sich Muthlosigkeit unter seinen Truppenverbreitet hatte, so war ein großer Theil der vendsieischenArtillerie und die berühmte Marie-Johanna in die Handder Blauen gefallen. Das traf den Aberglauben derBauern, und die Häuptlinge benützten ihren volksthümlichenSchmerz, um sie in den Kampf zurückzuführen, und ihnenden Entschluß zur Wiedereroberung dieses Götzen ihres Fa-natismus einzuflößen. Für den Fanatismus, wo er regiert,ist kein Mittel zu kleinlich; das sind die besten, welche demVolk sich eignen; das angegebene mußte bei so einfachen