sen, Weibern und Kindern, die seinen Marsch in offenemFelde gefährdeten, sich entledigt habe, daß er an dieser Stel-lung einen großen Vortheil besitze, den die Verzweiflungzu benutzen wissen werde; daß er in einer ihm fremden Ge-gend gezwungen seyn würde, lieber kämpfcnd sich ganz zuopfern, als sich schlagen und nach der Niederlage in ein-zelnen Gefechten aufreiben zu lassen. In Bürgerkriegen istes nicht jedermanns Sache, sich benehmen zu.können; manbraucht Etwas mehr, als nulitärifche Klugheit, man brauchtScharfsinn, Menschenkenntniß. Wesiermann b-saß nur sol-datische» Muth. Laroche-jacquelin, welcher einen Angrifferwartete, hatte keine Zeit verloren; er hatte d'e erstenAugenblicke von Ruhe, die er in Laval fand, benutzt, umseine Streitkrüfte zu mustern und zu organissren; er stellte5v,oov Fußgänger und 1200 Reiter in Reih' und Glied. Erwar so klug gewesen, 7000 in Ziegenfelle gekleidete Bauernunter die Fahne zu reihen. Als achte Nachkommen deralten Gallier betrachteten sich die Bürger von Laval wie inFeindcshand gefallene Leute: keiner von ihnen wollte sichfür die Rebellen bewaffnen: schönes Beispiel, das die Ein-wohner aller jener kleinen Städte gaben, inmitten der un-duldsamen und ausschließlichen Herrschaft der Adelichen, Prie-ster und Gegenrevolutionäre! letztere sollten sehen, daß dieFreiheit auch eine Religion sey, und daß sie nur an solchen,die tief unter der aufgeklärten, besitzenden und gewerbfleißi-gen Bevölkerung standen, Helfer finden können. Das Kö-nigthum, wie die Republik hatte seine Ohnehosen, Schre-ckensmänner, Fanatiker, Schwärmer und Sternseher.
L'Echelle, der nicht zweifelte, daß die Vendeer außerStand wären, seinem ersten Andrang zu widerstehen, hattesie durch seinen Vortrab mit Kühnheit angreifen lassen;derselbe wurde geschlagen und mit Verlust zurückgeworfen.Laroche-J cquelin hatte sein Schlachtfeld außerhalb derStadtgewählt und erwartete ihn. Zwischen den Truppen Wester-manns und denjenigen, welche der Obergencral heranführte,