Band 
Zweiter Band.
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würde, den Erfolg der englischen Versprechungen abzuwar-ten. Da Nieder-Pvitvu durch Charette besetzt sey, so wer-de dies; die Ablieferung jener Succurse erleichtern unddecken. Die Meinung der andern Führer gewann die Ober-hand. Am 11. November, Abends 9 Uhr, begann der An-griff auf Grandville. Die Bcndüer hatten 50 Leitern her-beigebracht, welche man zu kurz fand: sie verloren unnützerWeise einige Tapfere. Der in dem Platz mit ivv» altenSoldaten eingeschlossene General Lecarpentier wollte die Un-ordnung der Angriffskolonne benützen, und machte einenAusfall; aber neue Kolonnen eilten zur Unterstützung derersten herbei und warfen die Besatzung in ihre Verschanzun-gen zurück; die Vorstädte wurden von den Vendvern besetzt;stolz auf dieses erste Gelingen, forderten sie die Stadt zurUebergabe aust Bald begann der Angriff von Neuem. Diearmen Bauern belagerten, getäuscht von einem Offizier, derdie schwachen Stellen des Platzes zu kennen behauptete, ge-rade die unüberwindliche Seite, und stürmten hinan wieVerzweifelte; überall wurden sie von dem Feuer der Be-satzung und der Einwohner, Männer und Frauen, empfan-gen, letztere besonders bewiesen das äußerste Ungestüm; sieließen von den Wällen herab Ströme siedenden Wassers undeinen Steinhagel regnen. Mitten in diesem Blutbad ver-ordneten die Volksrepräsentanten, daß man Feuer in dieVorstadt St. Nicolas werfe, was das Grausen dieser Scenenoch vermehrte, und die Vendüer einen Augenblick zumRückzug nöthigte; da jedoch das Artillerie-Feuer Bresche ge-macht hatte, so begann der Sturm wieder, und durch einsonderbares Spiel des Zufalls war es das frühere RegimentBourbon, das die Vendeer zurückschlug. Aber sie warenim Vergleich mit der Bevölkerung und Besatzung so zahl-reich, daß ihre Angriffe ohne Unterlaß und von allen Sei-ten zugleich sich erneuerten; einer derselben, gegen die See-seite gerichtet, wo die Stadt fast ohne Vertheidigung war,mußte gelingen, und war eben im Begriff, ihren Sieg zu