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die Geleite anzugreifen, überfielen Truppen'btheilungen, undda sie fast nur des Nachts agirten, so ermüdeten fie, ohneerreicht werden zu können, den regelmäßigen Zug der gegensie geschickten Kolonnen. Fand sich Charette durch einenunvorhergesehenen Angriff in die Enge gebracht, so hatte erkein anderes Kommando-Wort mehr, als den Rus: „Rettesich, wer kann!" er selbst verschwand, allein, oder miteinigen Reitern, und Alle sammelten sich wieder mehrereMeilen rückwärts an einem verabredeten Punkte. Nie ver-loren sie die Republikaner aus dem Gesicht; sie hatten alleBauern zu Kundschaftern, und warfen sich unvermuthet, sep'sauf vereinzelte Abtheilungen, sep's nächtlicher Weile, mittenin die Biwachten. Unbarmherzig hieben sie Alles nieder,was unter ihre Fäuste fiel. So hatte Charette Mittel undWege gefunden, sich in semer Provinz trotz der Ueberlegenheitder republikanischen Streickräfte zu halten.
Die Chouans rekrutirten sich noch viel schneller, als esdie katholischen und rvpalistischen Armeen gekonnt hatten,weil die Chouanerie eigentlich mehr eine Verbindung persönlicherInteressen, als eine politische Vereinigung war. Von nun aneristirte die Sache des Königthums nicht mehr; der Namedes Königs und Gottes wurde durch diese neue Gattungvon Parteigängern entweiht, für welche Religion und Mo-narchie nur Verwand zu Verheerung und Plünderung wa-ren. Die Bauern liebten diese Kriegsart, wobei sie ihrenVortheil fanden, ohne wirkliche Gefahr zu laufen; besonderszogen sie dieselbe der Mannszucht, den Mühen eines regel-mäßigen Krieges vor, der sie zuletzt aus ihrem Lande ent-fernt hatte und täglich das Cngenthurg und Leben ihr-rFamilien aussetzte; daber verbreitete sich die Chouanerie rei-ßend schnell im Morbihan, Nanteser-Land und der Nieder-Nvrmardie; sie bildete wegen der Menge ihrer Soldatenwahre Armeen, deren Unterabtheilungen unbemerkt Sam-melplätze und Stützpunkte hatten. So waren die StädteRedvn, Savcnap, Candv, Segrü, Angers, Laval, Vitro,