Der General Baubpis marfchirte gegen sie, zerstreut« sieund machte ihren General zum Gefangenen. Er zählte neun-zig Jahre, und wurde von seinem Beichtvater beherrscht. Erwar in Neapel erzvgen, wo er gedient und den Rang einesGeneralmajors erreicht hatte; seit acht Jahren genoß erruhig seiner Muse und lebte zurückgezogen in seiner Piove.Waubois ließ ihn einer Militärcommission überantworten,die ihn zum Tode verurtheilte; er wurde erschossen. Diesesunglückliche Ende machte die Thränen aller Cvrsen fließen;er war der Sohn des berühmten Giafferi, der zo Jahrelang in dem Unabhängigkeitskriege sie befehligt hatte; anseinen Namen knüpfte sich eine ausgezeichnete Volksgunst.Eine Gewiffens-Frage war, ob man diesen Greis nicht hätteals kindisch annehmen und sich begnügen sollen, die Na-tionalrache auf den heuchlerischen Mönch, der ihn leitete,fallen zu lassen?
8 . 10.
Corsica liegt zwanzig Meilen von den Küsten Toscana's,vierzig von den Gestaden der Provence und sechzig von denspanischen; geographisch betrachtet gehört es zu Italien;aber da diese Halbinsel keine Macht bildet, so ist es ziem-lich natürlich ein integrirender Theil Frankreichs. SeineOberfläche beträgt 500 Quadrat-Meilen; sss hat vier See-städte: Basiia, Ajaccio, Calvi, Bonifacio, 65 Piüven, oderangebaute Thalgründe, 450 Dörfer oder Höfe, drei großeRheden, welche die bedeutendsten Flotten aufzunehmen imStande sind. St. Fioreuzo, Ajaccio und Porto - Vecchio.Die Insel ist gebirgig: sie wird von Nvrdwest nach Südostvon einer hohen Felsenkette durchzogen, welche sie in zweiTheile schneidet; ihre höchsten Berggipfel sind fortwährendmit Schnee bedeckt. Die drei größten Flüsse sind der Goto,Liamvne und Tavignanp. Von den hohen Gebirgen rinnenFlüsse, oder Waldströme, welche sich nach allen Richtungenin das Meer ergießen; an ihrer Mündung sind kleine Ebe-