S6S
nen, i« Umfang von einer oder zwei Meilen. Die Küsteauf der italienischen Seite, von Bastia nach Aleria, ist eineEbene von 2» Meilen in die Länge und S — 4 Meilen indie Breite.
Die Insel ist Holzreich; die Ebenen, oder Hügel sind mitOliven-, Maulbeer-, Orangen-, Granat-Bäumen und an-deren fruchtbaren Stämmen bedeckt, oder können es werden.Die Rückseiten der Berge sind von Kastanienbäumen über-sät, in deren Mitte Dörfer liegen, welche schon durch ihreLage eine natürliche Festigkeit haben. Aus den Bergspitzenstehen Pinien-, Tannen- und grüne Eichenforste; die Oli-venstämme sind eben so dick, wie die levant'schen; die Ka-! stanienbäume sind ungeheuer und von der größten Gattung;^l die Pinien und Tannen geben in Höhe und Breite dem
^ russischen nichts nach, aber als Marsstangen halten sie nur
r drei oder vier Jahre aus, nach Verfluß dieser Zeit werden
s sie dürr und zerbrechlich, während die russische Pinie ihre
> Elasticität und Biegsamkeit immer beibehält. Oel, Wein,-Seide und Bauholz sind vier große Ausfuhrartikel, wodurchsich diese Insel zu bereichern im Stande ist. Die Bevölkerung
> beträgt zum Mindesten 180,ooo Seelen *): sie könnte 500,000zählen; das Land würde zu ihrer Ernährung hinreichendGetreide, Kastanien und Heerden erzeugen. Vor dem Ein-fall der Sarazenen waren alle Gestade des Meeres bevöl-kert. Aleria und Mariana, zwei römische Kolonien, warengroße Städte von 60,000 Seelen; aber die Ueberfälle derMuselmänner im 7. und 8. Jahrhundert und sofort die der
; Barbaresken trieben die ganze Bevölkerung aus die Berge;
^ die Ebenen wurden unbewohnt und darum ungesund.
Cvrsica ist ein schönes Land im Monat Januar und Fe-bruar; aber in den Hundstagen macht sich die Trockenheit
DaS vortreffliche Handbuch der Militär geograp hie von v.MalchuS «Heidelberg u. Leipzig ifljZ, gibt (ohne Zweifel die neuefle«ffliiolle Zahlung, lgb,g«7 Individuen an.