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dreifarbige Fahne? und welches Interesse hätten wir, dieSklaverei zu wollen?
Der Militär.
Ich weiß wohl, daß die Bevölkerung von Marseille inBetreff der Gegenrevolution weit von der Vend^e abweicht.Das Volk der Vendve ist kräftig, gesund, das von Marseilleschwach und unwohl, es braucht Honig, um seine Pillen zuschlucken; um hier die neue Doktrine zu Pflanzen, muß manes täuschen; aber seit vier Revolutionsjahren, nach so vielenRänken, Komplotten, Verschwörungen, hat sich die ganzemenschliche Verkehrtheit in den verschiedensten Richtungenenthüllt, die Menschen haben ihren natürlichen Takt ver-vollkommnet: dieß ist so wahr, daß trotz der Verbündungder Departemens, trotz der Fähigkeit ihrer Anführer, trotzder ungeheuern Hilfsquellen aller Feinde der Revolution,das Volk allenthalben in dem Augenblick wieder erwacht ist,wo man es ganz bestrickt wähnte.
Ihr habt, sprecht ihr, die dreifarbige Fahne? Paoli pflanztesie auch in Corsica auf, um Zeit zu gewinnen, das Volk zutäuschen, die ächten Freunde der Freiheit zu stürzen, umseine Mitbürger in seine ehrsüchtigen und verbrecherischenAnschläge hineinzuziehen; er Pflanzte die dreifarbige Fahneauf, und ließ die Schiffe der Republik beschießen, und ließunsere Truppen aus den Festungen verjagen, und entwaffnetealle Abtheilungen, die er wegnehmen konnte, und sammelteHeerhaufen, um die Besatzung der Insel zu verjagen, undplünderte die Magazine, deren ganzen Vorrath er zu nie-derem Preise verkaufte, um Geld zur Unterhaltung seinesAufruhrs zu gewinnen, und raubte und confiscirte die Güterder wohlhabendsten Familien, weil sie an der Einheit derRepublik fest hielten, und ließ sich zum Generalissimus wählen,und erklärte für Feinde am Vaterland Alle, die bei unserenArmeen bleiben würden: er hatte vorläufig den Feldzug gegenSardinien scheitern gemacht. Dennoch beging er die Scham-