« 2 »
Napoleon Alles vorausgesehen hatte; dieser alte und tapfereGeneral hatte eine Freude daran, dir Sache zu erzählen.In der That besagten diese Verhandlungen: Der Kriegsrathhabe die Artillerie- und Ingenieuroffiziere gefragt, ob eseinen Punkt auf der kleinen und großen Rhede gebe, wodas Geschwader ankern könne, ohne den Bomben undglühenden Kugeln der Batterien l'Eguillette und Balagnierausgesetzt zu seyn; diese beiden Corps hätten verneinendgeantwortet. „Wenn das Geschwader die Rhede verläßt,wie viel Besatzung muß es in Toulon lassen? Wie langewird sich diese Besatzung halten können? Antwort: 18,»0»Mann, welche sich höchstens 40 Tage vertheidigen können,wenn sie mit Lebensmitteln versehen sind. Dritte FrageLiegt es nicht im Interesse der Verbündeten, die Stadt so-gleich zu verlassen, und Alles, was man nicht mitnehmenkann, in Brand zu stecken? Der Knegsrath beschließt ein-stimmig die Räumung: die Besatzung, welche man in Toulonließe, wäre ohne Rückzug, sie könnte keine Verstärkung mehrerhalten, es gebräche ihr an allerlei unentbehrlichen Vor-räthen; außerdem wäre'sie 14 Tage früher oder spätergenöthigt zu kapituliren, und müßte dann das Zeughaus,die Flotte und Werke unversehrt übergeben."
Als sich in Toulon die Nachricht verbreitete, daß derKriegsrath die Räumung beschlossen habe, so herrschte Er-staunen und Bestürzung im höchsten Grade. Die Einwohnerhatten die Eroberung von Klein - Gibraltar noch nicht er-fahren. Sie wußten zwar, daß während der Nacht einAngriff Statt gefunden habe, hatten jedoch keine Wichtigkeitdarein gelegt; und in einem Augenblick, wo sie sich durchdie Ankunft der erwarteten Verstärkung befreit zu werdenschmeichelten, mußten sie darauf denken, ihre Häuser undihr Vaterland zu verlassen! Der Knegsrath hatte ange-ordnet, die Forts Pvmets und la Malgue in die Luft zusprengen. Das Fort Pomets flog in der Nacht vom 17.zum 18. auf. Die Forts Faron, Malboöquet, die Reduten