Band 
Zehnter Band.
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Indessen konnte Marmont Blücher, zu dem zweirussische und preußische Divisionen von Mainz gestoßen sind,nicht länger mehr widerstehen, und sah sich bis Montmirail zu-rückgedrängt; plötzlich wendet er sich und nimmt in der Ebenevon Vaur-Ehamps Stellung. Abermals hat er die Avant-garde: Napoleon steht mit seiner schlagfertigen Armee hin-ter ihm. Es ist acht Uhr Morgens: der überraschte Blü-cher hätte gerne dieSchlacht abgelehnt; aber alsbald wird ervon der französischen Eavallerie, die sich auf die preußischenCarres stürzt, sie überwältigt und auseinandersprengt, an-gefallen, und der Rückzug, den er anordnet, artet in voll-ständige Flucht aus. Er selbst mit seinem Generalstab um-zingelt, konnte sich nur mit dem Degen in der Faust undbegünstigt durch das Abenddunkcl durchschlagen. Marmontverfolgt ihn die ganze Nacht. Napoleon kehrt zurück undübernachtet in Montmirail; 8060 russische und preußische Ge-fangene bringen die Kunde von dieser glorreichen Wochenach Paris. Noch einmal konnte sich der Kaiser jenen ruhm-vollen fünftägigen Feldzug in Italien ins Gedächtniß rufen,und auch diese Erfolge waren nicht seine lezten.

So waren die beiden Straßen von CHLlöns durch diezehnmal siegreichen französischen Truppen gesäubert; jezt ruftNapoleon den Krieg nach den Straßen an der Seine, woSchwarzenberg vordringt, indeß Mortier und Mar-mont zur Deckung der Zugänge von Eh-Uons zurückbleiben.Am täten marschirt der Kaiser mit seiner Garde und Mac-donalds Eorps auf Meaur; er benachrichtigt Victor undOudinot, daß er am folgenden Tage in ihrem Rücken überGuigncs debouchiren werde. Am I6ken vernimmt der Kaiserihre Kanonade und stoßt zu ihnen: sie schlugen sich in derEbene von Guignes: seine Anwesenheit hält den Feind auf,der weit entfernt war, ihn so nahe zu glauben. Schwar-zenberg mit seinen 150,000 Mann hatte zulezt die Brückenvon Nogent, Bray und Montcreau erstürmt und drang in