Band 
Zehnter Band.
Seite
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trotz deS Widerspruchs von Seiten Talleyrands, der dieRegentschaft verlangt, reist Marie Louise mit ihrem Sohnenach Blois ab; der Großwürdeträger, die Minister, selbstder Kriegsminister nicht ausgenommen, und der KönigJoseph verlassen die Hauptstadt. Talleyrand hält es fürräthlich, die Ereignisse abzuwarten: alle Leidenschaften, nurnicht der Patriotismus ziehen eine Menge Menschen nachseinem Hotel, das plötzlich der Mittelpunkt einer unbekanntenRegierung wird, das heute noch geheimnißvoll handelt undberathet, und Morgen Orakel ertheilt!

Nach einigen Stunden Ruhe sezt Napoleon, am 3».,seine Reise weiter fort. Ucberall, wo umgespannt wird, fragter nach der Kaiserin und dem Könige von Rom. Man sagtihm, seine Frau und sein Sohn haben Paris verlassen; manschlage sich an den Thoren der Hauptstadt ... Abends zehnUhr trennen ihn nur noch fünf Meilen von dem ersehntenZiele .... noch eine Stunde und er sieht sich an der SpitzeDer Braven, die den Alliirten die Hauptstadt streitig ma-chen ... Um zwei Stunden ist es zu spät ...Paris hat capitulirt!

Eben spanntö man in Fromcnteau um, alS GeneralBelliard die Unglücksbotschaft brachte, die nach Paris undan Mortier und Marmont abgeschickien Couriere wurdenaufgehoben; die beiden Marschälle, in der Meinung, derKaiser ziehe sich nach der Schlacht von Arcis auf sie zurück,waren ihm bis Ferc-Champenoise entgegengerückt, wo sie,den 25sten, durch die verbündete Armee angegriffen, unddurch einen furchtbaren Sturm in der Front gefaßt, derUebermacht weichen mußten. Die Generale Pacthod undAmey, die mit 6008 Mann, von denen zwei Drittheile Re-kruten aus den Westdepartements waren, einen Artillerie-transport eskortirten, stießen ebenfalls auf die große Armee.Ihre von allen Seiten umringten Carres wiesen mehrereChargen zurück; diese jungen Soldaten, die größtentheils

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