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Zehnter Band.
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Während Napoleon verrathen, aber nicht besiegt, nochals Souverän unterhandelte, war Soult am 24. März inToulouse angelangt, und schuf in vierzehn Lagen die Haupt-stadt Languedoc's in ein ungeheures verschanztes Lager um.Den 10. April sah er sich von Wellington's 80,ovoMannangegriffen, und trieb seinen Feind auf allen Punkten zurück.Beresford hatte von Wellington Weisung erhalten, dieVerschanzungen von Ealvinet von vorn anzugreifen, hielt esaber für rathsamer, die Stellung zu umgehen, da die Spa-nier die Flucht ergriffen hatten und nur mit Mühe unterdem Schutze der englischen Kavallerie gesammelt werdenkonnten. So zweckmäßig Soult'? Anordnungen waren, soschlecht wurden seine Manövers ausgeführt: Unordnung kamin die französischen Reihen, die zum Weichen gebracht wur-den. Bald begann der Kampf mit neuer Wuth, allein waSvermochten Kühnheit und Muth gegen die Masse der Stür-menden! Die Engländer bemächtigten sich Ealvinet'S. Erstdie Nacht trennte die Kämpsenden: der Marschall hatte36V0 Kampfunfähige, Wellington 18,vvv. Am folgendenTage sezt sich Soult nach dem Aude-Departement in Marsch,um Napoleon eine seiner tapfersten Armeen zuzuführen;den 12ten schickt ihm Wellington eine Abschrift des Pari-ser Vertrags.

Napoleon war seine Abdankung offenbar abgenöthigtworden. „Zch will Nichts von diesem Vertrage, äußerte er:ich verläugne ihn; ich bin weit entfernt, mich desselben zurühmen, vielmehr erröthe ich darüber; man hat wider mei-nen Willen unterhandelt. Wenn man die ganze Geschichteder Ereignisse von Fontainebleau kennen wird, so wird manGrund zum Staunen haben." Der Vertrag erschien ihm alsdemüthigend und gänzlich unnütz. Da er so viel Größe über-lebte, genügte ihm für die Zukunft das einfache Leben einesPrivatmanns. Er schämte sich, daß ein so großes, dem Frie-den der Welt gebrachtes Opfer mit pekuniären Bestimmun-gen vermischt seyn sollte. „Wozu soll ein Vertrag dienen,"