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Zehnter Band.
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erwarten und seine Anhänger zu sammeln. Die Königinihrerseits hatte mit einem englischen Eommodore unterhan-delt, welcher, anstatt diese Prinzessin nach Frankreich zubefördern, sie nach Trieft führte. In den ersten Lagendes April kam der Prinz Lucian incognito in Fon-tainebleau an; er hatte einen Geschäftsträger des Pabsts beisich in seinem Wagen; von ihm erhielt man in PariS dieerste Nachricht von dem Einfall des Königs von Neapelin Italien. Der Pabst schrieb dem Kaiser von Genua aus,daß er sich nach Spanien flüchten werde, wenn er ihm denBesitz von Rom nicht garantire. Der Geschäftsträger deSheiligen Stuhls wurde in den Tuillerien empfangen; er reistezurück mit den günstigsten Zusicherungen für den heiligenVater. Der Kaiser garantirte ihm Alles das, was ihmdurch den Vertrag von Paris zugesichert war, und gab ihm zuerkennen, daß er das Betragen des Königs von Neapeltadle, welche- seiner Politik zuwiderlaufe.

§. 4.

Zu Wien erfuhr man die Nachricht von der Landungdes Kaisers in Frankreich am 18. Merz; der Eongreß warnoch nicht aufgelöst. Am 13. und 25. Merz unterzeichnetendie Minister der verschiedenen Mächte Acten, welche ihresglei-chen nicht in der Geschichte haben; sie hielten den Kaiser fürverloren. Er wird, sagten sie, schnell zurückgetrieben undgeschlagen seyn von den getreuen Unterthanen Ludwigs xvm.Als sie nachher erfuhren, daß die Bourbonen, ohne Wider-stand leisten zu können, weder den Norden noch den Süden,weder den Westen noch den Osten hatten halten können, unddaß ganz Frankreich sich für seinen alten Herrscher erklärt habe,war die Eigenliebe der Alliirten verlezt, und es erhob sich einZweifel! Aber als der Hof zu Wien von den Gesinnungendes Königs von Neapel und bald darauf von seinem feind-seligen Marsch unterrichtet wurde, zweifelte er nicht mehr.