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Zehnter Band.
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blieben uns Mittel übrig, so viele Verluste zu ersetzen. Seitdem 21. Merz wurden die verschiedenen Zweige des Artillerie-dienstes, die alle so fähige, so thätige, so empfehlenswertheMänner an ihrer Spitze haben, reorganisirt, und 2ü,l>oo Train-und Wagenpferde aufgekauft.

Die Offiziere des Genie-Corps besorgten zu gleicher Zeitdie Befestigung unserer Plätze von erster und zweiter Linie,wo man unermeßliche Vorräthe aufhäufle. Die eifrigenAdministratoren brauchten auf allen Punkten nur die Be-dürfnisse bekannt zu machen, so beeilten sich die Bürger, siezu befriedigen.

In seiner Rede an eine Deputation der Deputirtenkammerhatte der Kaiser am 11. Juni gesagt, daß die Bewegungender verschiedenen feindlichen Corps seine Gegenwart bei demHeere nothwendig machen, und daß er unverzüglich abreisenwerde. Das Wahre an der Sache ist, daß die englischen undpreußischen Heere, die, von der Mosel bis an die Scheideausgebreitet, nicht im Stande waren, die Offensive zu er-greifen, noch keine Bewegung gemacht hatten. Wollte derKaiser mit diesen Worten seine Unthätigkeit bis' auf diesenTag und seinen plötzlichen Entschluß, dem Feinde zu Leibezu gehen, erklären? Er mußte einsehen, daß er eine kostbareZeit verloren hatte; denn er hätte schon in den ersten Tagendes April, gleich nach Empfang der Erklärung vom 13. Merz.gegen Belgien marschiren und die Preußen über den Rheinzurückwerfen sollen *). Allein der Augenblick war vorüber.

*) Der Kaiser besann sich, ob er mit Z5 bis zsi.ooo Mann am i. Aprildie Feindseligkeiten durch einen Marsch nach Belgien und die Vereini-gung des belgischen Heeres mit dem seinigen eröffnen solle. Die engli-schen und preußischen Heere waren zerstreut; allein man nährte Frie-denshoffnungcn, und eine offensive Bewegung würde getadelt wordenseyn. Aber um ZS —äö.ooo Mann zusammenzubringen, hätte man dieaz Fesiplätze von Calais bis Philippeville sich selbst überlassen müssen;in Flandern waren die Ansichten getheilt; man konnte die Fesiplätzenicht den localen Nationalgarden überlassen; der Herzog von Angou-lsme marschirte gegen Lnon; die Marseiller gegen Grenoble; der An-fang der Feindseligkeiten hätte die Mißvergnügten ermuthigl; man