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Neuntes Kapitel.Schlacht von Fleurus.
Wir haben gesagt, daß die Cantonirungen der preußischenArmee militärischer angelegt waren, als die der Engländer.Blücher war in der That so glücklich, am täten und amMorgen des t6ten drei Armeecorps unter den GeneralenZiethen, Pirch und Thielmann zusammenzubringen; das4te Corps, unter den Befehlen Bülow's u^id großenteilsaus Landwehr bestehend, kam am 16. Abends im Gemblouran. Wellington dagegen, der sein Heer in zwei Corpsunter den Befehlen des Generals Hill und des Prinzen vonOranien getheilt hatte, konnte am töten des Quatre-Brasnur 7 bis 8000 Belgier und Braunschweiger, ein schottischesCorps, daS mit Entschlossenheit kämpfte, und eine von demGeneral Picton commandirle englische Division zusammen-bringen, die übrigens erst um zwei Uhr Nachmittag- ankam.
Man sieht, daß es uns am 15. Abends, trotz der Ver-lornen Zeit, frei stand, uns nach Belieben auf die preußischeArmee oder auf den englischen Vortrad zu werfen und sie zuerdrücken, ohne daß sie einander hätten unterstützen können.Wenn man einen Blick auf die Karte wirft, so wird mansehen, daß wir weit näher bei dem preußischen Heere waren,das sich übrigens beinahe ganz vereinigt hatte, und daß wiruns nicht auf die Engländer werfen, konnten, ohne ihm dieSeite zu bieten; auch mußte man, wie der unglückliche Mar-schall Ney in seinem Brief vom 23. Juni an Fouchs sagt,„am löten Morgens nicht gegen Wellington marschiren,sondern gegen Blücher, und nicht an die Möglichkeit denken,an demselben Tage zwei Schlachten zu liefern." Und dennochhat der Erfolg bewiesen, daß, wenn man das erste Corps