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Zehnter Band.
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Lage seine gewöhnliche Unsicherheit und Langsamkeit aufsNeue beurkundet. Es war zehn Uhr vorüber, als das vierteEorps seine Stellung bei Limale verließ, und erst um sechsUhr AbendS folgte das dritte Corps dieser Bewegung; nochließ man eine Division zurück, die bis neun Uhr Abendsstehen blieb. Es ist wahr, daß ein Theil der Cavallerie sichnach Marie de Saint-Denis und nach Namur begeben hatte;allein weder Husaren, noch Dragoner hatten die Engländerund Preußen hindern können, den zwei Znfankeriecorps, dieman durch dieses fortwährende Zögern gefährdete, allen Rück-zug abzuschneiden.

Das vierte Corps bivouakirte am 2vften bei Gemblourund brach erst am 2lsten gegen sieben Uhr Morgens auf,auf dem Wege nach der Abtei von Argenton, der ein langerEngpaß ist. Hier wurde der Nachtrab angegriffen. Manschlug sich auch aus der Straße von Brüssel, aber ohne deß-halb den Marsch einzustellen; die zwei Colonnen Bricque-ville und Clary zeichneten sich durch glänzende Angriffeaus. Erst beim, Anblick von Namur gerieihen zwei Divi-sionen unter dem Befehl des tapfern Generals Bertheranin einen lebhaften Kampf mit dem preußischen Vortrab, densie aufhielten und zurückwarfen und somit der Bagage undder Artillerie Zeit verschafften, Namur zu durchziehen, mitdessen Vertheidigung die schwache Division des GeneralsTeste beauftragt wurde; er verschloß die Thore, belezte dieWälle mit Geschütz und tödtete über 600 Preußen, die, vonBranntwein berauscht, sich gegen das Brüsseler Thor stürzten.ES war acht Uhr vorüber, als wir Namur räumten, dessenBewohner auf die Straßen kamen, um unsern VerwundetenHülfe zu bringen, unsern Soldaten Lebensmittel anzubieten.Dieselben Gefühle thaten sich im ganzen Meusethale kund,das bis nach Dinant reichte. Männer und Weiber stürztensich an das Ufer und zogen freiwillig unsere Kähne, die inder Gefahr standen, dem Feinde in die Hände zu fallen.