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Zehnter Band.
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Regierungen, welche dabei inteiressirt find, die Wahrheitzu entstellen, feile, für ihre Lügen bezahlte Schriftsteller mö-gen behaupten, daß wir in den Ländern, die wir durchzogen,nur Gefühle der Rache und des HasscS zurückgelassen haben.Dieß ist eine schmähliche Verleumdung! Sie betrachteten sichals Franzosen, sie empfingen uns als Brüder, diese Bewoh-ner der Niederlande und der überrheinischen Provinzen, dieso lange dem großen Kaiserreich angehört hatten. Sie freu-ten sich über unsere ersten Erfolge, sie waren wie wir Opferunseres vielfachen Mißgeschicks, und sie beweinen noch heutedas gemeinschaftliche Unglück, das die Mitglieder einer undderselben Familie getrennt hat. Ich berufe mich hier aufdas edle Betragen sämmtlicher Bewohner von Brüssel. Mitwelchem Eifer kamen sie am 19. Juni auf das unglückseligeSchlachtfeld von Waterloo, um unsern Verwundeten beizu-stchen! Wie trozten sie den Beleidigungen und Drohungender Preußen und Engländer, die ihnen ihre Vorliebe siir unözum Vorwurf machten! Wie stritten sich Reiche und Armeum die Ehre, uns zu verpflegen und eine Zufluchtstätte zubieten! Wie zeichneten sich besonders die dem Unglücklichenimmer so befreundeten Frauen in diesem Wettstreite vonEdelmuth und Mitleiden aus! Wie riefen sich Unglücklicheins Leben zurück, die in ihnen eine Mutter, eine Schwester,eine Freundin wieder fanden! Der Dank von ganz Frankreichmöge sie belohnen. Und, wenn unsere Armeen je wieder diesesbefreundete Gebiet betreten, so laßt uns nicht vergessen, daßsie dasselbe Vaterland haben, sie dieselben Neigungen, die-selben Erinnerungen, dieselben Hoffnungen bewahren!

Ich habe von der Langsamkeit gesprochen, womit unsererückgängige Bewegung bewerkstelligt wurde, und die derjeni-gen glich, womit wir vorgerückt waren. Man wundert sichohne Zweifel, daß man nicht das ganze Corps des MarschallsGrouchy am 19ten Morgens von Wavres, wohin der Feinduns nicht folgte, abmarschiren, in einem Zuge nach Gem-blour gelangen, wohin den Preußen zuvorzukommen von so