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Zehnter Band.
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großer Wichtigkeit war, und nach einigen Stunden Rast nachNamur aufbrechen sah, wo wir uns nicht mehr hätten auf-halten sollen. Diese Langsamkeit, die wir tadeln, ist ohneZweifel theilweise dem Charakter des Anführers beizumesscn;aber zwei Vorurtheile, die man bekämpfen muß, haben eben-falls dazu beigetragen und werden noch lange in denselbenFehler ziehen. Das erste ist die knabenhafte Eigenliebe, wo-mit man sämmtliche Bagage und besonders die Kanonenretten will, deren Verlust man als ein Siegeszeichen in denHänden des Feindes betrachtet; das zweite, noch lächerli-chere, ist eine Art Stolz, der darin besteht, daß man sichohne Hast Schritt für Schritt zurückzieht, wie Davoustthat, als er in dem russischen Feldzug auf diese Art zu demblutigen Kamps von Viasma Anlaß gab.

Sagen wir es mit Guibert, der, ohne je viele Kriegemitgemacht zu haben, alle Geheimnisse deS Kriegs so guterrathen, alle seine Parthien so gut angezeigt hat: der Ver-lust der Bagage beseitigt große Hindernisse, und es ist abge-schmackt, auf die Erhaltung der Kanonen, die nichts alsdicke und lange Flinten sind, dieselbe Wichtigkeit zu legen,wie auf die der Fahnen, dieser geheiligten Zeichen , um dieman sich sammeln und sterben muß. Wenn man geschlagen,wenn man nicht stark genug ist, mit einiger Hoffnung auf Er-folg den Feind auf's Neue zu bekämpfen, so muß man ihmso schnell als möglich zu entkommen suchen, um auf dieseArt lange vor ihm die Stellung zu erreichen, die man ver-theidigen will, und die man so großes Interesse hat kennenzu lernen und zu befestigen. Wenn man behauptet einsolcher Marsch entmuthige die Truppen, so antworte ich, daßeine Reihe kleiner Gefechte, in denen sie immer geschlagenwerden und geschlagen werden müssen, sie noch weit mehrentmuthigt. Ueberdieß gibt es Umstände so ernster Natur,daß man sich an keine kleinliche Rücksichten dieser Art haltendarf, und zu diesen gehören die vorliegenden. Wenn man,wie dieß möglich war, am toten Abends vor Namur