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Zehnter Band.
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daß, so lange er an der Spitze der Truppen, dem Feindegegenüber stand, den seine Gegenwart einige Zeit im Zaumgehalten hätte, diese Versammlung, deren Absichten er ohne-hin mißkaunte, nie daran gedacht hätte, seine Macht anzu-greifen. Erst, als man ihn sozusagen das Vaterland preis-geben sah, glaubte man, seiner entbehren zu können.

Die Nachricht von seinen ersten Erfolgen hatte allgemei-nen Jubel erregt. Das Bulletin von der Schlacht bei Fleurusendigte mit den Worten: „Was die Engländer betrifft, sowird man heute sehen, was aus ihnen wird; der Kaiser istda." Niemand zweifelte an dem Siege, und man erwartetemit Ungeduld den umständlichen Bericht von Wellington'sFlucht oder Niederlage. Man war erstaunt, im Moniteurvom 2tsten Nichts zu lesen; allein die Zuversicht hatte sichnicht vermindert, und die schreckliche Nachricht schlug wie einBlitz mitten in der Hauptstadt ein, die sie mit Staunen undEntsetzen erfüllte. Dieses Entsetzen verdoppelte sich. als manfast zu gleicher Zeit die Ankunft des Kaisers erfuhr; manglaubte, daß er an Frankreichs Rettung verzweifle: manmußte mit ihm verzweifeln!

Fouche hatte fortwährend conspirirt: der Augenblick desHandelns war gekommen. In Paris zurückgelassen, hatte erdas Vertrauen einer großen Anzahl von Repräsentanten ge-wonnen, die in einem Richter Ludwigs XVI. keinen Agentender Bvurbonen erblicken konnten. Er erinnerte die d'Ar-genson, die Manuel und alle Freunde einer vernünftigenund freisinnigen Verfassung, daß man von dem Kaiser nureine Militärhcrrschaft und eine orientalische Monarchie er-warten könne; er machte die Aengstlichen und minder Hell-sehenden glauben, daß die auswärtigen Mächte nur Napo-leon vom Throne stürzen wollen, und daß sie, ihrenVersprechungen getreu, Frankreich die Freiheit lassen wür-den, sich selbst eine Regierung zu geben oder wenigstens sichden Souverän zu wählen, der ihm anstände. Endlich redeteer Allen ein, daß der Kaiser, von den Engländern geschlagen.