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Zehnter Band.
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u..<. » . einen Philosophen, einen Freund der Wissi.und der Freiheit, der seinen Ruhm und sein Glück darein! sezte, unter der Säulenhalle zu leben, und sich nie entschließeni konnte, seine Einsamkeit zu verlassen, außer, wenn er sah,! daß große Gefahren seinen Bruder bedrohten, und daß ersich einiges Verdienst erwerben konnte, wenn er sich ihnenaussezte.

Welche von diesen entgegengesezten Ansichten auch die^ wahre seyn mag, Lucien, der nie größere Beredtsamkeit! entwickelt hatte, scheiterte in der Kammer der Abgeordne-ten. Umsonst erinnerte er an .alle Ansprüche Napoleonsi auf die Erkenntlichkeit der Nation; umsonst berief er sich auf^ die Großmuth, auf die Treue dieser französischer Nation,

! über die sein Bruder so vielen Ruhm gehäuft hatte; erwürbe> durch die Worte Lafayette's unterbrochen: „Wir sind Ih-rem Bruder in die Sandwüsten Asrika's, in die SteppenRußlands gefolgt, die in allen Weltgegenden zerstreuten Ge-beine der Franzosen geben Zeugniß von unsrer Treue." Dergewandte Redner kam nicht aus der Fassung: er zeigte denAbgrund, in welchen man Frankreich ziehe; die Unzuverläs-sigkeit der Versprechungen der Verbündeten, welche nicht denKaiser bekriegten, sondern die Nation, die sie ihrer Unab-hängigkeit berauben wollten. Alles war vergebens; derPartheigeist herrschte in der Versammlung, und Lucien,der häufig durch Murren unterbrochen worden war, verließdie Rednerbühne mit der Ueberzeugung, daß binnen 24 Stun-den die Gewalt des Kaisers oder die der Kammer aufgehörthaben müsse.

Die Discussion dauerte fort, nachdem Lucien die Ver-sammlung verlassen hatte: die Besorgniß vor einer Auflösung;mit bewaffneter Macht war damals der einzige Gedanke, dersie beschäftigte. Die Unsinnigen sahen nicht, daß Welling-ton und Blücher im 'Anmarsch waren! Ein gewisser Gi-irod stellte die Motion, daß ein Eomito von fünf Mitglie-dern die ganze Nacht durch sitzen bleiben und sich über die

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