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Zehnter Band.
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zweifelhaft seyn konnten, sezten sich förmlich entgegen; den-noch war die Erörterung sehr lebhaft, und das Resultat einenAugenblick ungewiß. Der Graf Segur hatte beinahe dieVersammlung zur Annahme einer Regentschaft bestimmt;allein in dem Augenblick, wo der General Flahaut mitNachdruck an die Rechte Rapoleon's il. erinnerte, riefHerr Decrös, dieser so anhängliche Minister des Kaisers:„Napoleon ist der Fürst nach meinem Herzen; allein un-ser Vaterland sey unser erster Gedanke: es ist in Gefahr,verlieren wir keinen Augenblick, um es zu retten."

Man hätte Herrn Decrös antworten können, daß dasSchicksal des Vaterlandes eben in diesem Augenblicke von derWahl der Individuen abhänge, und daß niemals eine Dis-kussion reiflichere Erwägung verdient hätte; allein man istsicher, mit gewissen Worten einen starken Eindruck auf großeVersammlungen zu machen, wie die Hirten mit gewissenWorten den Gang ihrer Heerden aufhalten oder beschleunigen.

Statt eine Regentschaft oder ein Regentschaftscomitöniederzusetzen, ernannte man eine Regierungscommission aus>fünf Mitgliedern, unter welchen die Minister ihre Funktionenfortsetzen sollten. Die Kammer der Abgeordneten wählte dreiMitglieder, die Pairskammer zwei. Einen Augenblick hatteman im Sinn, die energischsten und unbescholtensten Männerzu wählen, und der Name Lafayette wurde von AllerMunde wiederholt. Allein die Versammlung beging denFehler, zu glauben, daß die Interessen mehr Garantien alsdie Lugenden geben, und daß Königsmörder nie mit denBourbonen unterhandeln würden. Der ehrlose Fouche, derbereits seinen Vertrag geschlossen hatte und durch seine Erea-turen diese falsche Ansicht verbreitete, wurde Demjenigen vor-gezogen, der den Charakter eines Paullus Aemilius mitder Seele eines Eato verband; Earnot und Grenierwurden Fouch« beigegeben, und die Pairskammer wählteCaulaincourt und einen Richter Ludwigs xvl., NamenSLluinette.