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Zehnter Band.
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fremden Fahne mit einem fremden Heere, einem fremdenFürsten zu verbinden." Endlich äußerte sich Lord Stewart,der den edeln Charakter Desjenigen, mit dem er sprach,gänzlich mißkannte, folgendermaßen: „Ich muß Ihnen erklä-ren, Herr Lafayette, daß kein Friede mit den verbündetenMächten zu hoffen ist, wenn Sie unS nicht Bonaparteausliefern." — „Ich bin sehr erstaunt," antwortete ihm La-^ayette, „daß Sie, um dem französischen Volke eine solcheNiederträchtigkeit vorzuschlagen, sich vorzugsweise an einenGefangenen von Ollmütz wenden."

Nach allen diesen Gesprächen erklärte Herr Laforest,a!S der älteste Gesandte, der Hauptgegenstand ihrer Sen-dung sey die Abschließung eines Waffenstillstandes, durch denman Zeit gewinne, sich zu verständigen. Der General Se-bastiani faßte die Unterhandlung, die Herr Laforestangefangen, sehr gut zusammen. „Noch keine Frage," sagteer, „ist vorläufig entschieden: das französische Volk ist freivon jeder Verpflichtung, es verlangt nichts als Friede undFreundschaft mit den benachbarten Nationen." Diese mitFreimüthigkeit und Würde gegebenen Erklärungen schienenauf die auswärtigen Commissär eeinigen Eindruck zu machen;allein Lord Stewart erhob sich mit den Worten: „MeineHerren, wenn Sie mit Frankreich unterhandeln, so geschehees ohne England. Denn ich erkläre, daß ich keine Vollmachtdazu habe." Die Andern versicherten, daß sie nur alle zu-sammen unterhandeln könnten; dann trennten sie sich. .Amandern Tag erschienen die Gesandten von Rußland, -Preußenund Oestreich, um den französischen Beoollmächtigten anzu-kündigen : „daß in Folge der Bestimmung der Allianzver-träge, vermöge welcher kein Theil abgesondert unterhandelnund ohne allgemeine Zustimmung Frieden oder Waffenstillstandschließen solle, die drei anwesenden Höfe sich nicht in Unter-handlung einlassen können;" man fügte hinzu, „daß die Ka-binete sich in der kürzest möglichen Frist vereinigen würden."