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dürfen. Ich habe meine Vorurtheile, meine Ideen über-wunden; die unwiderstehlichste Noth und die vollkommensteUeberzeugung haben mich zu dem Glauben bestimmt, daßeS kein anderes Mittel gibt, unser Vaterland zu retten."
Der Verrath war beschlossen; doch warf man die Maskenoch nicht ab. Man versammelt in la Billette einen Kriegs-rath, zu welchem nur solche Generale, welche die Truppenbefehligten, hätten berufen werden sollen. Allein man warder Marschälle und der andern Chefs, die sich in Paris be-fanden, sicherer. Hier berieth man sich, ob Paris vertheidigtwerden könne. Die Frage so stellen hieß ihren Begriff än-dern und sie ohne Erörterung entscheiden. Es unterliegtkeinem Zweifel, daß Paris nicht iilr Stande war, eine regel-mäßige Belagerung auszuhalten, wie Lilie, Straßburg oderMetz hätten thun können; allein wenn der Marschall Da-voust das Wort ergriffen und zu den Kriegsräthen ge-sagt hätte:
„Der Feind ist, durch die übertriebenen Gerüchte vonunsern Verlusten getäuscht, ohne Vorsicht vorgerückt, undBlücher hat die Unklugheit so weit getrieben, sich vonWellington zu trennen; er hat die Seine auf einemeinzigen Punkt passirt und befindet sich mit seinen Preußen,die ihr immer besiegt habt, auf dem linken Ufer. Die Russenund die Oestreichs sind mehr als 2» Tagmärsche entfernt,und 25,000 Baiern, die ihnen voranziehen, können vor zehnTagen nicht ankommen. Indeß haben wir mehr als 100,000Streitfähige und 500 Feuerschlünde. Die Lage von Paris,das man als ein ungeheures verschanztes Lager betrachtenmuß, läßt uns über fünf Brücken über die Seine verfügen:wir können uns durch einen Nachtmarsch nach Belieben aufdem einen oder dem andern Ufer vereinigen; mein Plan ist,die Preußen morgen anzugreifen; die Nationalgarde und10,000 Mann Linientruppen werden zu gleicher Zeit dieWerke vertheidigen, welche das rechte Ufer decken und Parisschützen.