Band 
Zehnter Band.
Seite
370
JPEG-Download
 

370

unter dem Convent nur Feindes Blut fließen gemacht,B ory - Saint-Vincent, der noch sehr jung, sich bereitseinen Namen in den Wissenschaften erworben hatte, Mou-ton-Duvernet, ein durch lange Dienste ausgezeichneterGeneral, thaten sich bei dieser Gelegenheit besonders hervor;das Schaffst oder die Verbannung hat sie für diesen Eifergestraft. Auf der Tribüne ließen Felix Desportes, Du-molard, Felix Lepelletier, Durbach, die patriotischestenTöne hören; sie erfuhren in der Acht, wie man in Frankreichdie Freiheit des Gedankens respektirt; allein ihr Muth wärevor der Gewißheit einer solchen Zukunft nicht zurückgewichen.Dieser Muth wurde wenigstens von zwei Dritttheilen derDeputirten getheilt, die Verdacht zu schöpfen anfingen, daßder Chef der Regierung sie verrathen könnte. Ganz PariSwiederholte dieselbe Anklage; man verweigerte den Föderir-ten, welche die Reihen unsrer Soldaten zu verstärken wünschten,Waffen; man wies die von den benachbarten Departementszurück; eine Colonne von 15,000 Mann, die von Burgundund von der Champagne herbeigeeilt war, irrte mehrereTage in PariS herum, ohne daß man Lebensmittel unter sieaustheilen wollte. Man hätte blind seyn müssen, um nichtzu sehen, was im Werke war; und doch ließen die Männer,die über die Erhaltung unserer Rechte zu wachen hatten, dasVerbrechen vollendet werden. Carnot sagte im Lager vonla Billette zu einem Obergeneral: „Fouchs verräth uns;"und ungeachtet er die Nationalrepräsentation, die Meinungvon Paris, die Arme von 100,000 Soldaten für sich hatte,war er nicht Manns genug, den Verräkher verhaften zulassen und die Ehre und die Freiheit zugleich zu retten.Und doch fehlt es Carnot weder an Talenten, noch auEnergie; aber durch leere Formen gefesselt, Götzenbildernopfernd, glaubt er sich vielleicht genöthigt. Das zu befolgen,was gesetzmäßig ist, und das Vaterland erwürgen zu lassen,wenn eine anerkannte Macht den Dolch hält.