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Zehnter Band.
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Vertrag von Paris berief; hier kann Wellington, eS istwahr, uns ein Beispiel entgegenhalten, das ihm zur Ent-schuldigung dient, und er findet es in der an Verbrechen allerArt so fruchtbaren Geschichte seines Volkes. Als im Jahre1648 Jakob, Herzog von Hamilton und Graf von Cam-bridge, sich nach dem Tage von Preston unter der ausdrück-lichen Bedingung, „sammt den Soldaten unter seinenBefehlen verschont zu werden," kriegsgefangen ergab, wurdeer nichtsdestoweniger vor einen hohen Gerichtshof gestellt;seine Vertheidiger verlangten die Vollziehung der Capitu-lation und sezten hinzu, daß, „wenn so klare Artikel verlcztwürden, der Krieg nur noch ein Gemetzel wäre, und Niemandan Eapitulationen glauben könnte." Allein die TrabantenCromwell's, die des Herzogs Blut verlangten, antworte-ten, „die Kapitulation leiste nur gegen die MilitärbehördeBürgschaft, könne aber die Eivilbehörde nicht verpflichten."Dieß sind dieselben Worte, dieWellington 16« Jahre nach-her wiederholte, als man dem Herzog von Elchingen, Fürstenvon der Moskwa das Los des Herzogs von Hamilton, Gra-fen von Cambridge angedeihen lassen wollte: wünschen wirder Menschheit Glück, daß die Treulosigkeit in einem so lan-gen Zeitraum keine neue Formeln hat erfinden können.

Die Nachricht von dieser unseligen Capitulation brachtedie Armee zur Verzweiflung: die Generale faßten einen Au-genblick den großherzigen Plan, sie zu vereiteln; allein inFrankreich ist.man zu sehr und zu wenig egoistisch, umetwas Großes zu unternehmen. Thränen des Schmerzesund der Wuth flössen aus den Augen der Offiziere, und dieSoldaten, die ihre Waffen zerbrachen oder wegwarfen, deser-tirten zu Tausenden. Einige ließen sich durch Leute, dieUnordnungen wollten, irre führen und faßten den Plan,Paris durch Plünderung zu bestrafen; allein die Chefs wur-den noch zur Zeit davon benachrichtigt, und es wurden keineUnordnungen begangen. Endlich entfernte sich diese tapfereArmee, die. bald unter neuen Treulosigkeiten erliegen sollte.