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Die Einkerkerung in ein Gefängniß war noch daS Mil-deste, und Einige sprachen von St. Helena. Während dieserZeit lichteten die beiden Fregatten, auf die man mich sehraufmerksam gemacht hatte, trotz des widrigen Windes undwarfen, nachdem sie an den Seiten unseres Schiffs angekom-men waren, von Neuem rechts und links, beinahe in einerBerührungsnähe, die Anker. Hierauf sagte mir Jemand insOhr, sie würden uns bei der Nacht aufheben und nach St.Helena abgsegeln.
Nein, niemals werde ich im Stande seyn, die Wirkungdieser furchtbaren Worte auszudrücken! Ein kalter Schweißdurchzog meinen ganzen Körper: Dieß war ein unerwartetesTodesurtheill Unbarmherzige Henker schleppten mich zurHinrichtung fort; man entriß mich gewaltsam allem Dem,was mich an das Leben knüpfte; ich streckte schmerzhaft meineArme nach Dem, was mir theuer war, aus; es war verge-bens: der Untergang war beschlossen! Dieser Gedanke, umden sich chaotisch eine Menge anderer drängten, regte einenwahren Sturm in mir auf: es war daS Zerreißen einerSeele, die sich ihrer irdischen Verbindungen zu entledigensucht! Meine Haare sind davon ergraut!... Glücklicherweisewar die Krisis kurz, und mein Geist errang den Sieg, undzwar so vollständig, daß ich mich von diesem Augenblick anüber alle menschliche Angriffe erhaben fühlte. Ich fühlte, daß ichin Zukunft der Ungerechtigkeit, der schlechten Behandlung, selbstder Gausamkeit trotzen konnte. Ich schwur mir von diesemAugenblick feierlich zu, keine Klage, keine Bitte jemals von mei-ner Seite hören zulassen. Mögen aber Diejenigen unter uns,denen ich unter diesen furchtbaren Umständen so ruhig er-scheinen mußte, mich nicht der Gefühllosigkeit beschuldigen.Sie haben ihren Todeskampf im Detail durchgelitten; dermeinige war in Masse über mich gekommen.
Eine gewissermaßen ähnliche Lage, die nicht zu den min-der seltsamen meines Lebens gehört, stellte sich bald daraufmeinem Gedächtniß dar: Vor zwanzig Jahren hatte ich mich