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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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65. Claſſ. Xx. Von der Pferde Kranckheiten

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den und Beyfuß zuſammen/ ſiedet es in Wein oder Waſſer/ und bindet esdem Pferd heiß und warm auff den Kopff. 112. Fuͤr die Maden in den Ohren; man fuͤhlet mit den Fingern den

Pferden in die Ohren/ wo man nunfindet, daß es weich iſt/ ſo ſchneidet mandaſelbſten mit einem ſcharffen Meſſerlein Creutzweiß auf/ reibt Spangruͤndarein/ davon werden die Maden getoͤdtet/ heilet hernach das auffgeſchnittenemit einer guten Salbe wieder zu. 1.

13. Fuͤr die ſchwuͤhrige Augen/ nimmt man Staͤrck⸗Meel/ Wey-rauch und guten Honig/ vermiſcht es untereinander. Oder

Weyrauch mit Maſtix/ und geklopfftem Eyerweiß durcheinander/ demPferd uber die Stirnegeſchlagen/ ſo lang biß die Augen auffhoͤren/ und wie-der geſund werden.

Nota. Weiln ſich diß Pflaſter in die Haar anpichet und anklebet/ ſo mußmans mit warmen Oel und Waſſer wieder auffweichen und ab-nehmen.

14. Fuͤr die Wundmaͤhler in den Augen/ nimmt man geſtoſſenenPaſtinac⸗Saamen mit nuͤchternem Speigel vermenget/ und damit das Augegerieben. Oder.

Nur Saltz und nuͤchtern Speigel durcheinander vermenget/ und damitprocedirt wie zuvor.

15. e-eneser Halß der Pferde/ ſonimmt man altes Oel2. Pfund/ Wein eine halbe Maaß/ Schnittlauch⸗Zwiebeln und Feigen jedesneun Stuͤck/ laͤſts darein weichen/ und hernach einmal oder zwey auffſieden/ferner durch ein Tuch geſiegen/ darzu thut man Saltz und Salpe-ens Gutduͤncken gieſſet deſſen eine halbe Maaß dem Pferd in den

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16. Fuͤr den Froſch im Maul/ diß kan der Meyer ſehen/ wann dasPferd nicht freſſen will/ und ihme die Zunge geſchwollen/ ſo ſolle man demPferd Erbſen zu freſſen geben/ dann von den zerbiſſenen Erbſen legt ſich dieGeſchwulſt; wann es aber wieder kommt/ ſo muß man es mit einem ſpitzigenheiſſen Eyſen auffzichen/ hernach mit einem ſcharffen Scheerlein fein fubtietauffdem Grund hinweg ſchneiden.

17. FKuͤr das Mandel⸗Geſchwaͤhr unten am Halß/ dieſes kommtvon erkaltem Gehirn; fuͤr ſolches ſolle man den Halß innenwendig zu Mor-gends ſtechen laſſen/ darnach den Kopff mit einem leinen Tuch einhuͤllen/ undden Schlund mit friſchem reinem Butter reiben laſſen.

18. Wider die Gummenſucht ſchabt man das Fleiſcham Gummenſehr ſubtiel herab/ alſo daß die Feuchte deſto beſſer herab flieſſe/ darnach

reibet