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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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278 8n Claſ. XXI. Von Eſeln.

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rHer⸗ b7.] Fleiſchichte Ding oder Hueff.8. Hohe und lange Schenckel.2. An der Farb Apffelgrau oder dunckelſchwartz.

Die Stutte/ davon man Maul⸗Eſel zeugen will/ ſolle nicht uͤber zehenJahr alt ſeyn.

See ſoll groß und ſchoͤn ſeyn.Wolgeſetzte und ſtarcke Glieder haben.

II. Die Speiſung betreffend/ iſt bereits oben gemeldet/ daß die EſelDorn und Diſtel freſſen/ werden aber auch mit Stroh und Spreyer/ dieMaulthier aber wie andere Pferde geſpeiſet/ geweydet und gewartet.

2. Die juugen Eſels⸗Fullen ſolle man halten wie die junge Pferde-Fuͤllen: Allein daß mans nach denerſten ſechs Monaten/ welln es die Mutterwegen des groſſen Schmertzens der Utern nicht mag ſaͤugen/ eine Pferd⸗Mut-ter anſetze.

Mankan es aber auch mit der Mutter lauffen laſſen/ damit es anfange/ſich ſelbſten zu weyden.

III. Die Arbeit des Eſels iſt viererley/ vornemlich aber kan der Eſelgebraucht werden.

1. Zu dem Fruchtmahlen/ wo man keine Waſſer⸗Muͤhle haben kan.

2. Sacke und Getraͤide in die Muhle zu tragen.

3. Butter/ Kaͤß/ oder was man ſonſten in die Stadt zu tragen hat/ undverkauffen will.

6. Er kan auch zum Pfluͤgen/ Egen und dergleichen/ wie dann auch zumKnochziehen gebrauchet werden.

1V. Anbelangend die Zeit der Springung/ ſo folle dieſelbige mitten imMertzen geſchehen/ damit die Fuͤllen im Ende des Jahres fallen/ wann dasjunge Gras anfaͤnget zu wachſen.vſm 2. Im dritten Jahr biß in das zehende ſolle man den Eſel ſpringenaaſſen.

3. Die Maul⸗Eſel tragen ihre junges Fuͤllen zwoͤlff Monat.

V. Die Kranckheiten und Artzney betreffend/ ſo iſt dieſelbige mitden Pferden gemein/ wann aber ein Maulthier das kalte Wehe bekommet/ ſogibt man ihme nur grunen Koͤhl zu eſſen.

2. Wannes ſchwerlich Athmet/ ſo laͤſſet man ihme Blut/ und ſchuͤt-tet ihme eine halb Maaß Wein ein/ darinnen Oel und Weyrauch,/jedes 1. Loth/gechan. 1

3. So das Maulthier hinten gleich kraͤmpffig wird/ ſo ſchlaͤgtman ihme Gerſten⸗Meel uͤber/ und oͤffnet ihme die Geſchwulſt/ wang eine

vorhanden iſt.

4. Wann