Claff. XXIlI. Von Feder⸗Vieh und Gefluͤgel.. 279
4 · Wann der Maul⸗Eſel abnimmet/ mager/ bloͤd unld ſchwachwird/ ſo gebe man ihme folgendes Getraͤnck zum oͤffterwal/ nemlich 1. Lothgeſtoſſenen Schwefel/ ein rot es Ey geſtoſſen Myrrhen/ r. Quintlein/ mitWein durcheinander gemiſchet.
Nota. Dieſe Artzney iſt auch gut fuͤr das Bauchwehe und Huſten.
7. Wamn der Maul, Eſel muͤd und erhitzet iſt/ ſonimmt man Schmaltz
und Wein/ und ſchuͤttet es ihme in den Halß.
EEZA1“ECLASSIS XXII.
Von Feder⸗ Viche und Gefluͤgel.
Eiln wir bey unſerm Meyerhofe auch nöthig allerley Gefluͤgels/(1.) von Huͤnern,(2.) Gaͤnſen/(3.) Endten 4.) Tauben/und dergleichen auffzuziehen/ dieſelbige mit Nutzen zu verkaufſen/verſpeiſen/ und auff vielerley Weiſe zugebrauchen/ als wollen wir der Meyexinzu gefallen nur etwas weniges zur Nachricht davon Meldung thun/ dann ihrohne das/ ohne unſere Beſchreibung/ ſelbiges zuvor wol wiſſend ſeyn wird.Folget demnach.I. Von Huͤnern.Dieſe koͤnnen betrachtet werden auff dreyerley Weiſe/ als da ſeynd:1. Die gemeine Teutſche Huͤner.2. Die Welſche Huͤner.3. Die Capaunen. 8Die Hüner ins gememn betreffend/ ſo hat die Meyerin zu wiſſen:I. Die Beſchaffenheit des Huͤner Hauſes.II. Die Wahlund Guͤte der Huͤner.III. Die Wartung derſelben.1V. Die Eyer⸗ Bruth und Wartung der jungen Kuͤchlein.V. Von dem Huner⸗Miſt.V. Die Kranckheiten und Artzney.
I. Betreſtend das Huͤner⸗Hauß/ ſo ſolle man ſolches allwegen an derMevyerey gegen der Winteriſchen Sonnen Auffgang/ neben dem Back. Ofen/oder nahe an der Kuͤchen bauen/ damit ſie den Rauch davon empfangen/ wel-ches ihnen trefflich gut iſt/ und machet/ daß ſie deſto mehr Eyer legen.
2. Das Huͤner⸗Hauß aber ſolle inn⸗ und außwendig mit Leimen oderKalch verſtrichen/ und ſolcher Geſtalt verwahret werden alſo gKatzen/