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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Cliſſ. XXII. Vom Feder⸗Vieh und Gefluͤgel. 293

3. Daß die Brut⸗Hennen auch Enten⸗Eyer ausbruͤten/ und die jungenEndten fuͤhren/ iſt einer jeden Baͤurin ohne unſer Beſchreiben wiſſend.

4. Wer Luſt zur Enten⸗Zucht hat/ der mag ſich bey den jenigen/ ſo Lieb-haber derſelben ſeynd/ und viel Beſchreibens darvon machen! ferner Berichtserholen; wir uͤberlaſſen demnach ſolches ihnen/ und wenden uns zu dem jeni-gen/ was von Feder⸗Viehe bey dieſem Meyer⸗Hofe noch deſiderit werdenmoͤchte/ und geben der Meyerin dieſes Hofs folgenden Unterricht.

VI. Von den Tauben.

Man pfleget in gemeinem Sprichwort zuſagen: Werſein Hauß allzeitwill halten rein/ der laſſe keinen Juden noch Tauben drein. So iſtjedoch zuwiſſen/ daß gedachtes Sprichwort mit Unterſcheid zu verſtehen/ und auf unſernMeyer⸗Hofe nicht applicirer werden kan/ in deme die Taubenzucht faſt ſo nuͤtz-lich/ als der Huner zu halten/ und die Meyerin ſo wol die alten als jungen Tau-ben mit Nutzen verkauffen/ und das Marcktgeld darvon zur Haußhaltung an-derwertlich anwenden und gebrauchen kan; wollen demnach wir/ ohne fernereUmſtaͤnde/ dem Meyer/ wie auch der Hauß Mutter auf dieſem Land⸗Gut/ wasS Taubenzucht ihnen zu wiſſen von noͤthen ſeyn moͤchte/ hiemit kuͤrtzlichvorſtellen.

I. Von der Wahlund Guͤte der Tauben.II. Von pfleg⸗ und Wartung derſelben.III. Von dem Eyer⸗legen/ und der Bruth.IV. Vonden jungen Tauben.V. Vom Taubenhauß. 3VI. Vonetlichen Taubenkuͤnſten/ inſonderheit auch von dem Miſt.

I. Betreffend die Wahlund Guͤte der Tauben/ ſo hat der Meyer zuwiſſen/ daß man die blauen/ aſchfarben/ braunen und ſchwartzen Taubenfuͤr diealerbeſten und fruchtbarſten haͤlt.

2. Die mit faßlichten und behenckten Fuͤſſen/ und die mit dem Kamm/ſeynd die verwehneſte und heimlichſten.

3. Die ſcheckichten/ und mit den Kappen/ ſeynd gleicher Art.

4. Die Goldgelbeꝛumb den Halß/ ſorothe Augen und rothe Fuͤſſe haben/ſeynd die Wackerſten und auch ſehr fruchtbar.. 1

3. Die weiſſen Tauben ſeynd zwar gut auſugehen/ ihnen aber ſt

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