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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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296 Claſt. Xxll. Vom Feder⸗Viehe und Gefluͤgel.

;-erwaͤrmen/ ehe dannſie ſolches den Jungen zu ver-

2250. u.haben/ mihrem Leib zuvor

lucken gebe

n.ſe Taubenhaͤuſer werden auff mancherley Weiſe gebauet und ge-

machet/ und ſolle man die jenigen/ ſo man etwan in einem Bau oben unter dasDach machen will/ allenthalben fein glat tuͤnchen/ mit gutem Grund und Fun-dament verſehen/ und uͤberall wol bedecken.

;. Die Fenſterlein ſolle man gegen den Scheuerthor ſtellen/ und richten

laſſen/ und kan man ihnen

auff derſeibigen Seiten einen Waſſerſtein auf ſtei-

nern Szͤulen ſetzen/ und in unterſchiedene Faͤcher aushauen laſſen/ damit ſie

trincken und ſich badenkoͤn

nen.

4. Auſſerhalb ſolle das Tauben⸗Hauß auch allenthalben wol verſehenund mit Leimen/ Leiſten/ oder ſonſten ſolcher Geſtalt verſorget werden/ daß keine

Ratten noch Maͤuſe/ nachein kommen koͤnnen.

viel weniger Wiſſeln und Marder/ noch Katzen dar-

Norta. Man ſolle zur Verwahrung des Taubenhauſes keinen Sand nochKalch nehmen/ dann dieſes iſt den Tauben kein Nutz.5. Die Fenſter/ dardurch die Tauben auß⸗und einfliegen/ ſollen allweg

hoͤher/ auch weiter dann die

andern Blind⸗Fenſterlein/ ſo muͤſſen ſie auch auſſer-

halb mit gutem Blech verſchlagen/ und in die Mauren eingeſetzet und eingefuͤ-

get ſeynman auff⸗ und zu laſſen kan

6. Man ſolle auch die Eingaͤnge mit einem ſtarcken fallenden Brett/ ſo

anordnen/

7. Die Tauben⸗Neſtlein koͤnnen von Reißwerck/ oder von geflochtenemStrohe gemacht werden/ wie es einem jeden Hauß⸗Vatter ſchon bekandt/ undderowegen keines fernern Unterrichts vonnöoͤthen.

8. Oben auff das Daͤchlein eine von Holtz geſchnittene und gemahlteTaube ſetzen laſſen/ ſo das Tauben⸗Hauß in dem Hofe auffgerichtet/ damit diehinweg geflogene Tauben ſelbiges ſehen koͤnnen/ und damit wieder herbey ge-

ſocket werden.

9. Vor allen Dingen aber hat der Meyer auch diß in acht zu nehmen/ daßer ſein Tauben⸗Hauß in rechter Groͤſſe machen laſſe/ ſe nach deme er wenig oderviel Tauben zuhalten in Willens/ und gehoͤren zu zwantzig paar Tauben auffswenigſte dreyhundert Kaͤſtlein oder Neſtlein/ worbey auch zu mercken/ daß je

mehr der Tauben beyſamm

en ſeynd/ je lieber ſie einander haben; dann wo we-

nig in a Taub⸗Hauſe ſeynd/ ſo werden ſie offt traurig/ und ſterben bißwei-len auch. 110. Will man die Tauben aus ihrem gewoͤhnlichen Taub⸗Hauſe in ein

ches ſchwerlich mit den Alten thun/ muß man dem-och nicht fluͤck ſeynd/ ſampt ihrer Mutter und..Tauber

anders ſetzen/ ſokan man ſolnach die junge Tauben/ ſon