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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Claf. XXIII. Von Bienen und Immen 303

verſchonen/ und dieſelbige nicht toͤdten/ noch ſonſten verſcheuchen/ damit ſie nochferner arbeiten/ und Nutzen ſchaffen koͤnnen.

8. Die ausgeſchnittene Honig⸗Waben ſolle man alſobald an den Orttragen/ wann man will den Honig machen/ und zudecken/ oder Fenſter und Luͤ-cken zumachen/ damit die Bienen nicht darzu kommen; Dann ſie ſolchem nach-fliegen/ und das Ihrige wieder hohlen wollen.

VlII. Von Scheidung deß Honigs und Wachs/ und Erkanntnuͤß ei-nes guten Honigs/ ſo hat die Hauß⸗Mutter nachfolgendes zu wiſſen:

1. Wann die Honig⸗Waben vorgelehrter maſſen außgeſchnitten/ undnoch warm oder lau ſeynd/ ſo ſchuͤttet man ſie in einem langen Korb/ darunterſtellet man ein Vaß/ damit der Honig darein trieffen koͤnne/ jedoch ohne Preßund Druͤcken.

2. Wann es demnach auffhoͤret durchzutrieffen/ ſo ſolle man den Korbreinigen/ und andere Waben einſchuͤtten/ ſo lange und viel/ biß daß nichts mehrvorhanden iſt. 19

8 3. Herhach ſetzt man den Honig in den Vaͤſſern an einen kuͤhlen Ort/ daßer erharte-

4. Die uͤberbliebene Matery in dem Korb thut man zuſammenin einenKeffel/ ſetzet es uͤber das Feuer/ und gieſſet ein wenig Waſſer darzu/ daßesnicht anbrenne!oder austrockene/ und ruͤhret es ſtaͤtig umb/ biß daß die Ma-tery warm wird/ dieſes thut man hernach in gewuͤrckte Saͤcke/ und preſſet denuͤbrigen Honig daraus/ und dieſes wird das grobe oder Leck⸗Honig genen-net.

5. Den ausgepreſſten Honig thut man in ein abſonderlich Geſchirr/ undſetzet es ebenmaͤfſig an einen kuͤhlen Ort/ damit er dick werde. Was aber imSack bleibet/ thut man in einen Keſſel/ das Wachs daraus zu machen.

Nota. Mann man Jungfrau⸗Honig machen will/ ſo ſuchet man den weiſſe-ſten und ſchoͤnſten Honigſaim aus/ da keine Brut mehr darin iſt/ undprocediret oder handelt darmit/ wie oben geſagt worden. 8

4. Die Kenn⸗Zeichen eines guten Honigs ſeynd nachfolgende vier1. Die Farb.2. Der Geſchmack-;. Der Geruch.2* 4. Die Schwere. I

An der Farb ſolle er ſeyn/ wie das ſchoͤnſte Weiß/ ſuͤß wie Zucker/ auch-klar anzuſehen wie weiſſe Butter/ die man mit einem Meſſer ſchneiden muß;Item der Honig /ſo Gold⸗farb/ klar/ lauter und durchſichtig.

2, Er ſolle ſeyn wol · geſchmack mit einer ſieblichen Schaͤrffe.

3. Durch