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Karl I. und John Hampden.
s3. Buch.
öffentliche Vertheidigung und die Vollstreckung der Parlamentsbefehle.In diesem Ausschusse saßen Männer wie Essex, Hampden, Pymund Hollis. Essex wurde Oberbefehlshaber des Parlamentsheercs;Hollis, Hampden und sein Vetter, der finstere, plumpe Oliver Crom-well, sämmtlich Mitglieder des Unterhauses, erhielten Regimenter. DerBürgerkrieg begann.
Während nun der königliche Hof in U »rk Mangel litt, erhielt dasParlament reichliche Spenden an Geld und Geschmeide. Aber des KönigsHeer, unter dem Befehl des stürmischen Ruprecht von der Pfalz,zählte, obwohl nur schwach, doch viele gediente Officiere und tapfere Rei»ter, welche stets eine glückliche Entscheidung des Kampfes herbeiführten.Da erbot sich Cromwell, ebenso kräftige Reiter aus seinen „Gottseligen imLande" zu schaffen, denen dieser Kamps ein Kamps um Gottes willen warund welche dafür keine Strapazen scheuten. Die Jndependenten sammeltensich jetzt um Cromwell und bildeten durch die Erfolge, welche sie im Kriege, errangen, eine achtungswerthe geschlossene Macht, der die Presbyterianerweichen mußten. Hampden siel in einem Reitcrtreffen bei Oxford(1643); GrafEssex, dessen zaudernde Kricgsführuug überhaupt mis.fiel, war vollständig geschlagen worden (September 1644); OliverCromwell hatte dagegen den großen Sieg bei Marston Moor (Juli1644) erfochten, wo die presbpterianischen Schotte», welche sich mit demParlamentsheere verbunden hatte», geflohen waren. Alles vereinigte sichzu Gunsten der Jndependenten und ihres HaupteS Cromwell. Der neu«Oberfeldherr Fairsax erklärte, daß er den Cromwell nicht missen könne,wiewohl ein Gesetz bestand, daß kein Parlamentsmitglied weder ein Com-mando, noch ein bürgerliches Amt bekleiden dürfe. Der Sieg von Nasebp(14. Juni 1645) rechtfertigte Fairfax' Ansicht; Cromwell'S Name schwebtenun auf jeder Lippe. Unter den Beutestücken dieses Sieges entdeckte manauch den Briefwechsel des Königs, welchen das Parlament sofort druckenließ. Daraus ging hervor, daß der König bei allen Fürsten des Auslan-des um Kriegshilse gegen seine Unterthanen geworben hatte, ungeachtetseiner beständigen Versicherungen vom Gegentheile; daß er sogar gegenden Namen „Parlament", welchen er beiden Häusern in den letzten Ver-handlungen wiedergab, einen förmlichen Protest ausgestellt und in die Re-gister seines Staatsrathes hatte eintragen lassen.
Diese Entlarvung beugte den unglücklichen König tief; Schwermuth,Verzweiflung und Wuth kämpften in ihm; er wußte nicht mehr, was erthat. In dieser Gemüthsverwirrung knüpfte er mit den Jrländern geheimeUnterhandlungen an und gestand ihnen die freie Ausübung des Katholicismuszu; öffentlich aber leugnete er es ab. Daraus bot er dem Parlament Alles,was es nur fordern konnte, an; aber diese letzte Selbsterniedrigung des