8. Kap.)
George Washington.
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fecht bei öerington (Massachusetts), in welchem Gage den ganzenErnst seiner Lage erkennen konnte.
Um diese Zeit kehrte Franklin nach Amerika zurück und nahm sei-nen Platz im Kongresse. England aber beschloß, trotz Bnrke's und Pitt'sberedten Einwänden, den Krieg bis zur Unterwerfung der Colouien zuführen und nahm fremde Truppen in Sold. Die Fürsten von Braunschweigund Hessen-Kassel vermutheten an das englische Ministerium 16,000 MannSöldner und erhielten für jeden Mann, welcher im Gefecht fiel, oder ver-wundet wurde, eine angemessene Entschädigung. Diese gehässige Maßre-gel entflammte den Zorn der Amerikaner und Franklin sprach sich nur mitAbscheu darüber aus. Der Congreß ernannte einen virginischen Pflan-zer, George Washington, zum Oberbefehlshaber (1775) und sagtesich am 4. Juli 1776 förmlich von England los.
78. George Washington.
Der Name George Washington ist mit der Freiheit Ameri-kas innig verwachsen; sein Andenken bewahrt die Geschichte in treuemGedächtniß; seine Thaten leben noch heute im Munde des amerikanischenVolkes, und seine Tugenden, namentlich die kindliche Pietät gegen seineMutter, und sein fleckenloser Charakter überhaupt, sind Gegenstand vielerLieder und Sage» geworden. Washington wurde am 22. Februar1732 zu Bridges Crcck in Virginien geboren. Er beschäftigte sich inseiner Jugend fleißig mit mathematischen Studien und wurde wegen sei-nes Ernstes und Scharfsinns von den Altersgenossen geachtet, von denLehrern ausgezeichnet. In dem Kriege Englands gegen das mit den In-dianern verbundene Frankreich (1752) fand Washington vielfach Gele-genheit, seine militairische Geschicklichkeit zu erproben und wurde sogarzu diplomatischen Sendungen von der Regierung benutzt. Allein die Zu-rücksetzung, welche die Milizosficiere vom britischen Gouvernement erfuh-ren, trieb ihn unwillig aus dem Dienst (1754); er trat jedoch schon imfolgenden Jahre wieder ein und erhielt den Befehl über eine kleine Ab-theilung Frcischaaren, mit denen er sich so auszeichnete, daß er noch imnämlichen Jahre zum Oberbefehlshaber der virginischen Milizen ernanntwurde. In dieser Zeit (1755 - 1760) unternahm er viele glücklicheStreiszüge gegen die Indianer und führte endlich eine so kühne Expeditiongegen das Fort Duquesne (Pittsbnrg) am Ohio, den Heerd aller Strei-sereien und Verwüstungen der Franzosen, aus, daß er den Krieg erstickte.Schon damals hegte man eine hohe Meinung von seinen militairischenTalente». Nach dem Frieden verband er sich mit einer reichen, schönenund liebenswürdigen Virginierin, Madame CurtiS, und fand aus seinem
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