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Washingtons und Franklin's Tob.
s3. Buch.
Auflage, verbessert vom Berfasser." — Als die Nachricht von Franklin'sTode in Frankreich anlangte, verkündigte sie Mirabeau in der National-versammlung mit folgenden Worten: „Franklin ist todt!" (Tiefe Stilletrat bei diesen mit schmerzlicher Emphase gesprochenen Worten ein) „DerGeist, welcher Amerika die Freiheit gab und Lichtströme über Europa er-goß, ist in den Schooß der Gottheit zurückgekehrt! Nationen müssen fürihre Wohlthäter Trauer anlegen und die Repräsentanten derselben dürfennur die größten Wohlthäter der Menschheit dazu empfehlen. Der Kon-greß hat in allen vereinigten Staaten eine monatliche Trauer um Frank-lin angeordnet. Wäre es nicht Eurer würdig, an dieser, den Menschen-rechten und dem Philosophen, der ihre Herrschaft in der Welt verbreitethat, gezollten Huldigung Theil zu nehmen? Das Alterthum hätte demSterblichen, der zum Nutzen der Menschheit, Himmel und Erde mit seinemgroßen und tiefen Geiste umfassend, den Donner und die Tyrannen zubezwingen verstand, Altäre errichtet. Dem erleuchteten, freien Europa ge-ziemt es einem der größten Männer, die der Philosophie und Freiheit ge-lebt haben, mindestens sein Andenken und seinen Schmerz zu weihen. Ichschlage vor, daß die Nationalversammlung auf drei Tage um BenjaminFranklin Trauer anlege." Diesem Antrage wurde stattgegeben.
Das älteste Königreich Europas, Frankreich, war mit dem jüngstenFreistaate der neuen Welt in ein Schutz - und Trutzbündniß getreten.Kaum sechs Jahre nachher erblicken wir diese Monarchie am Rande desUntergangs und die Freiheitsmänner des Westen als leuchtende Vorbil-der der Weltgeschichte von denen gepriesen, die in der Schule jener Män-ner die unumschränkte Gewalt hassen und die überspannten Ideen derAufklärung auch aus das politische Gebäude Europas anzuwenden ge-lernt hatten.