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Türkischer Krieg.
sl. Kap.
geführten Orangisten oder Braunschweig-Clubs abgehalten wurde, denäußeren Angelegenheiten gebührende Aufmerksamkeit zu schenken, so stellteMetternich die Rüstungen ein und ließ den Ereignissen freien Lauf. Sobegann der Krieg im Frühjahr 1829 wieder. General Diebitsch waran Wittgensteiu's Stelle getreten und rechtfertigte des Kaisers Vertrauenauf's Glänzendste.
Hans Karl Friedrich Anton von Diebitsch und Norden wurde 1/85zu Großleipe bei Jaucr als der Sohn einer verarmten Ndelsfamilie ge-boren. Mit elf Jahren kam der Knabe in's Cadettenhaus nach Berlin,trat aber (1801) mit seinem Vater in russische Dienste. Er machte alsSecondelieutenant in der Garde die Schlachten von Austerlitz, Eilau undFriedland mit, erhielt für bewiesene Tapferkeit mehrere russische und preu-ßische Auszeichnungen und avancirte zum Hauptmann, Im Feldzuge von1812 stand er als Oberst und Chef des GeueralstabeS bei'm Wittgen-stein schcn Eorps, wurde nach der Einnahme von Plozk Generalmajorund schloß mit Uork die berühmte Convention in der Mühle von Poscheraubei Tauroggen ab. Er genoß das volle Vertrauen Kaiser Alexanders, derihn 1813 auch zu den Reichenbacher Verhandlungen mitnahm. Im Be-freiungskriege diente Diebitsch als Generalstabschef bei Wittgenstein undzeichnete sich in den Schlachten von Barchen und Dresden rühmlich aus,wofür er auch zum Generallieutenant erhoben wurde. Von durchdringen-dem Verstände und jugendlich lebhaftem Temperamente, stand er mit aufSeiten der Kriegspartei, namentlich Blücher's, indem er durch ein ent-schlossenes Einmarschiren in Frankreich den Krieg zu ersticken hoffte.Nach dem zweiten Pariser Frieden war er viel in Alexanders Nähe undwurde sogar 1820 zum Generaladjutanten des Kaisers und Chef desgroßen Generalstabes ernannt, begleitete Alexander nach Taganrog undwar Zeuge seines Todes. Mit den Plänen der Verschworenen wahr-scheinlich bekannt, eilte er nach Petersburg und konnte wesentlich zumSiege über die Aufrührer mitwirken. Nikolaus gewann ihn ebenso lieb, alsAlexander ihn gehabt, und machte ihn zum General der Infanterie, Als Be-weis. wie hoch der Kaiser seine Fähigkeiten anschlug, kann dienen, daß er ihnzur Berichterstattung aus den persischen Kriegsschauplatz sandte und Paske-witsch befohlen haben soll, seine Kriegspläne dem General Diebitsch zurDurchsicht einzuschicken. Im Jahre 1828 begleitete Diebitsch den Ge-neral Wittgenstein in den türkischen Feldzug und war Zeuge der Fehlerdieses sonst berühmten Feldherrn. Nikolaus, dem er ein Memoire dar-über einreichte, ertheilte ihm daher für das Jahr 1829 den Oberbefehlgegen die Türken, Der Hauptplan des Grafen Diebitsch bestand darin,durch eine Reihe vereinzelter Landungen an den Küsten des Pontus dieHauptstadt des türkischen Reiches in Schrecken zu setzen und den Sultanzu bestimmen, die Streitkrästc am Balkan zu schwächen. Deshalb nahm