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Die Schweizerrevolutionen.
f2. Kap.
Radicalismus, von wo aus alle übrigen radicalen Bewegungen unterstütztwurden, namentlich als die Verbindungen der Werner Patrizier mit denOligarchen anderer Cantone bekannt wurden. Die meisten Cantone führ-ten demokratische Verfassungen ein: Solothurn am 13. Januar, Frei-burg den 27. Januar, Luzern den 30. Januar, Zürich am 20. März,St. Gallen den 7. April, Thurgau am 26. April, Aargau den 6. Mai,Schaffhausen am 4. Juni, Waadt am 4. Juli 1831, Basel-Land den27. April 1832 und Appenzell Außerrhodcn am 31. August 1834. Zu dengemäßigt-liberalen Verfassungen gehören die von Tessin, 'Grau-bündten, Genf, Zug und GlaruS. konservativ waren die Cantone:Uri, Schwyz, Unterwalden, Wallis, Neuschatel und die Stadt Basel.
Wie Bern der Sitz der Radicalen, so war Stadt Baselder Hauptsitzder konservativen. Als Basel - Land eine Gleichstellung mit der Stadtnach der Kopfzahl verlangte und eine provisorische Regierung in Liestalniedersetzte, sandte Basel-Stadt Truppen aus, welche das radicale Land-volk schlugen (Januar 1831). Der wahrhaft trunkene Uebermuth derBaseler Patrizier gegen die gefangenen Landleute reizte aber Basel-Landzu hartnäckigem Widerstände. In einem zweiten Gefecht zwischen Basel-Stadt und Basel-Land (20. August) wurde erstere besiegt, woraus dieTagsatzung Truppen einrücken ließ, um einen nochmaligen Zusammenstoßder streitenden Parteien zu verhindern. Jetzt erklärte Basel-Stadt, dieLandgemeinden aus dem Cantonalverbande entlassen zu wollen, verwei-gerte aber die Theilung des Staatsvermögens und führte eine so her-ausfordernde Sprache, daß nicht nur das Land, sondern auch die Tag-satzung darüber erbittert wurde. Plötzlich brach Basel-Stadt die mit demLande gepflogenen Verhandlungen ab, nachdem es fich mit den fünf übrigenconservativen Kantonen in der Sarner Konferenz (14. November1832) verbunden hatte, und sandte 1400 Mann Truppen gegen Liestal aus.Allein dieLandleute schickten die städtischen Soldaten mit blutigen Köpfenheim, woraus die Tagsatzung Basel-Stadt mit eidgenössischen Truppen(12. August 1833) besetzte und sie zwang, sich in eine völlige Trennungdes Staats- und Univerf.tätsvermögens zu fügen. Darauf nahm dieStadt Basel einige innere Reformen vor (3. October 1833) und über-ließ das Land den Folgen einer ungewohnten ultrademokratischen Ver-fassung.
Mit der letzten militairischen Expedition der Baseler gegen dasLandvolk hing der Zug des Obristen Abyberg gegen Außer-Schwyz undKüßnacht zusammen. In Schwyz forderten die vier äußern BezirkeMarch, Einsiedeln, Küßnacht und Pfeffikon eine freie Verfassung für alleBewohner des Kantons und Gleichstellung der äußern Gemeinden mitden innern hinsichtlich der Weiden - und Triftnutzung. Die Tagsatzungsuchte vergeblich zwischen Jnner-Schwyz und Außer-Schwyz zu vermitteln,