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Dom Miguel und Dom Pedro.
j2. Kap.
nöthig befunden werden, so verpflichte fich der König der Franzoser indiesem Punkte alles Das zu thun, worüber er und seine Verbünletenübereinkommen würden. Der letzte Punkt wurde am 18 August 1834näher bestimmt und, um die Ostmächte nicht zu reizen. das System derKooperation erfunden, wonach Frankreich seine Grenzen durch einHeer, England aber Portugal durch eine Flotte sperrte.
Der Kaiser von Rußland war über diesen Bund sehr mstmüthig,begnügte fich aber mit einer militairischen Demonstration , indem er beiKalisch (1835) glänzende Truppenübungen veranstaltete, die ene nähereVerschwisterung mit dem preußischen Heere bewerkstelligen sotten. DerKönig von Preußen erschien daselbst mit einem Armee-Corps. Indeß kamhier weder ein förmlicher Bund der beiden Monarchen gegm die Wcst-mächte zu Stande, noch verlautete von einer näheren Besreindung zwi-schen russischen und preußischen Truppen irgend etwas.
21 . Dom Miguel und Dom Pedro. DonneMaria daGloria und die portugiesische Verfassungsfrage.
Nach dem Wunsche Dom Pedro's (S. 26) sötte Dom Mi-guel seine Nichte, Maria de Gloria, heirathen und die RegentschaftPortugals bis zur Volljährigkeit seiner künftigen Oemahlin führen.Dom Miguel unterzeichnete nun in Wien die portugrsischc Verfassungund den Verlobungsact (October 1827), wiederholte >eide Versprechun-gen in London, und erschien im Februar 1828 in Lssabon, wo er so-gleich die Verfassung beschwor. Trotz seiner Eide löse Dom Miguel dieCortes schon am 14. März auf, und berief die altei ständischen Cortesvon Lamego, welche ihn seiner Verpflichtungen enbanden und zum Kö-nige erwählten. Die politische Konstellation war )amals der Art, daßDom Miguel von keiner Seite Einspruch gegen Vefaffungs- und Thron-veränderungen zu erwarten hatte. Er nahm dahr die königliche Würdean, erließ Haftbefehle gegen die konstitutionellen, welche diesem Willkür-acte schwachen Protest entgegensetzten, und unterdrückte jeden gewaltsamenWiderstand mit blutiger Strenge. Dom Pedr, rechnete auf EnglandsBeistand, als er seine Tochter nach London sänke, um sich bei Hofe vor-zustellen. Der Tory Wellington war jedoch nickt Willens, Dom Miguelzu bekämpfen, und Maria kehrte 1829 nach Dasilien zurück.
Die Julirevolution, noch mehr aber der ßturzWellington's, stimm-ten Dom Miguel's Sinn und Verfahrungswese etwas milder. Jene bei-den Ereignisse hatten den portugiesischen Libealen wieder Muth gemacht,und es mögen damals Verschwörungen gegn Dom Miguel geschmiedetworden sein, bei denen sich auch englische um französische Bürger bethei-ligt haben sollen. Dom Miguel's Zorn wargrenzenlos; noch schrecklicher