Band 
(1815 - 1854)
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2. Kap-j

Dom Miguel und Dom Pedro.

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war seine Rache. Ohne Unterschied ließ er portugiesische und fremde Un-terthanen einkerkern und aushandeln, und die Ersteren sogar hinrichten.Die englische und französische Regierung forderten Genugthuung und lie-ßen Lissabon bombardicen, als Dom Miguel dieselbe verweigerte. Nungab der Usurpator nach, entschädigte die Mishandelten, bewilligte denWitwen aller bei der französtschen Expedition Gefallenen Pensionen,zahlte die Kriegskosten und leistete in der Lissaboner Hofzeitung Abbitte(1831). Diese Einigkeit der Westmächte belebte den Muth der konsti-tutionellen, welche in Lissabon und Oporto einen Theil des Militairs fürsich zu gewinnen wußten. Der Ausstand misglückte jedoch wieder, und Mi-guel ließ neunundneunzig Officiere und Soldaten erschießen, und einigeHundert einkerkern. Aus den Azoren dagegen machte der Aufruhr immergrößere Fortschritte. Die Insel Terceira hatte Dom Miguel niemals an-erkannt und, durch portugiesische Flüchtlinge verstärkt, einen Angriff desUsurpators abgeschlagen (1828), wiewohl England die Insel hatte blo-kiren und auf die mit Emigranten besetzten und dort einlaufenden Schiffefeuern lassen. Dom Pedro sandte nun den tüchtigen Grafen Villa-flores als Befehlshaber nach Terceira, welcher 1829 eine zweite portu-giesische Flotille, jämmerlich zugerichtet, dem Usurpator heimschickte. Baldbildete sich in Terceira eine Regentschaft für Maria da Gloria, bestehendaus dem Marquis Palmella, dem Grafen Villaflores und demStaatsrath Guecreiro (1830), die sich im nächsten Jahre, als Miguelvon England und Frankreich bekriegt wurde, auch aller übrigen Azorenbemächtigte. Unter so günstigen Umständen faßte Dom Pedro den Ent-schluß, die brasilianische Kaiserkrone zu Gunsten seines Sohnes niederzu-legen, und in Europa selbst als Kämpe für die Rechte scinerTochtcr auf-zutreten. Die damaligen Regierungen Großbritanniens und Frankreichsbegünstigten sein Vorhaben, gestatteten seine Werbungen und verhaltenihm zu einer Anleihe. Am 3. März 1832 liefDom Pedro mit etwa 3000Mann und mehreren kleinen Schiffen im Hafen Terceiras ein, nahm diezeitherigen Anhänger seiner Tochter auf und segelte nach Oporto, woihm der wegen seiner mannigfachen Beziehungen zu England eonstitutio-nell gesinnte Handelsstand die Tbore öffnete (9. Juli 1832). Die spa-nischen und französischen Legitimsten eilten zum Beistand Dom Miguel'sherbei; namentlich glaubte der ehrgeizige Bourmont sich in Portugalneue Lorbern zu erringen. Da in Portugal sich keine weitere Bewegungzu Gunsten Dom Pedro's zeigte, und Oporto von Miguel und Bourmonteingeschlossen wurde, entwarf Villaflores den kühnen Plan, mit 3000Mann nach Algarbien zu segeln und vorn Süden her das Königreich zuerobern. Salda » ha übernahm den Oberbefehl in Oporto und vereiteltealle Versuche Bourmont's, in den Besitz dieser wichtigen Seestadt zu ge-langen; namentlich schlug er den Hauptsturm vom 25, Juli 1833 ab,