2. Kap.)
Donna Maria da Gloria.
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Dom Pedro restituirte alle wegen politischer Vergehen bestrafte Perso-nen, casfirte die Erkenntnisse der miguelistischen Gerichte und überließ denbetheiligten Parteien oder deren Erben, Regreß an die Richter zu nehmen.Im Sinne der Liberalen, durch die er gesiegt, führte Dom Pedro dieNationalgarde ein, hob die Mönchsorden, welche ihn am meisten bekämpfthatten, auf, und confiscirte die geistlichen Güter. Nur wenige Möncheund Nonnen erhielten die Zusicherung lebenslänglicher Pensionen. Indemer das Monopol des englischen Weinhandels in Oporto aufhob, und dasentwerthete Papiergeld außer Cours setzte, erwarb sich Pedro den allgemei-nen Dank des Volkes. Am 15. August 1834 versammelten sich die Cortesnach der Verfassung von 1826, vor denen Dom Pedro als Regent denEid auf die Verfassung leistete- Er starb am 24. September 1834, nach-dem er die Volljährigkeitserklärung seiner Tochter erreicht, und ihr inPalmella, Terceira und Silva Carvalho vortreffliche Rathgeber hinter-lassen hatte. Die Königin vermählte sich am 26. Januar 1835 in Lissa-bon mit dem Herzog August von Leuchtenberg. der aber schon am28. März starb und die schönen Hoffnungen, welche das Land von ihmhegte, daß den Intriguen der Hofpartei Schranken gesetzt, und ein Mannvon ehrlichen Absichten und preiswürdiger Uneigennützigkeit dem konsti-tutionellen System Rechnung tragen würde, zertrümmerte. Am 1. Ja-nuar 1836 ging Donna Maria eine zweite Ehe mit dem Prinzen Fer-dinand von Sachsen-Koburg-Kohary ein, wobei das englischeInteresse maßgebend war. Zum Generallissimus ernannt, mischte sichFerdinand in die Verwaltung, und betrieb eine Ermäßigung der Kon-stitution zu Gunsten der Aristokratie. Darüber kam es zu heftigen Strei-tigkeiten in den Cortes, für welche auch der Bürgerstand Partei ergriff.Die Geschicke Spaniens übten auf das Nachbarland mancherlei Einflüsse.Hatte Christine einst ihrer Nachbarin Hilfe gesandt, so schickte Maria 1835ein Truppencorps nach Spanien ab, um die Karlisten bekämpfen zu helfen.Im spanischen Heere schlummerte jedoch ein aussätziger Geist, der seineschlimmen Wirkungen auch auf die portugiesische Armee äußerte. Durchdie Militairrevolution von La Granja ermuthigt, erhoben sich die portu-giesischen Liberalen gegen das „unconstitutionelle" Verfahren Maria's undFerdinands (9. September 1836). Die wider die Insurgenten ausge-sandten Truppen gingen zu jenen über und zwangen Maria, die Constitu-tion von 1822 zu verkündigen und das Ministerium Passos-Castrozu ernennen. Die Anhänger der Konstitution von 1822 wurden vonnun an Septembristen genannt. Eine Contrerevolution Palmella'sscheiterte an der Entschlossenheit der Lissaboner Nationalgarde (5. No-vember 1836). Die neuen Cortes vom 18. Januar 1837 unterzogensich einer Revision der älteren Verfassung von 1822, und bahnten eine