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(1815 - 1854)
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Annahme der Charte von 1838.

12. Kap.

Aussöhnung zwischen den Radicalen und konservativen an, die beide jedochablehnten. Die Moderados unter Saldanha und Terceira erhoben dieFahne des Aufruhrs und rückten vom Norden gegen Lissabon vor (Au-gust 1837), zu derselben Zeit, wo Don Carlos Madrid nahte. Die Em-pörung verunglückte gänzlich; die compromittirten Generale wurden ver-bannt, die Subalternosficiere aber aus der Armeeliste gestrichen. ManchenFamilienintriguen wurde durch die Geburt eines königlichen Prinzen,Dom Pedro, ein Ziel gesetzt (16. September 1837), worauf auch demGemahl Maria's der Titel „König" zufiel.

Die CorteS beendigten die Verfassungsarbeiten am 19. März 1838,und am 4. April 1838 beschworen König und Königin die neue Charte,nachdem der Aufstand des demokratischen Arsenalbataillons zu Gunstender Charte von 1822 mislungen war. Die Regierung gewährte am Ver-fassungsseste allgemeine Amnestie, in Folge deren auch die Insurgentenvon 1837 zurückkehrten und sogleich gegen die Charte von 1838 zu in-triguiren anfingen. Diese Charte behagte ihnen deshalb nicht, weil sie dieErblichkeit der Pairswürde aufgehoben und an deren Stelle eine Wahl-kammer von zweiundfunfzig Senatoren gesetzt hatte. Bedingung derWählbarkeit war nach der Constitution von 1838 eine jährliche Grund-rente von 3300 Thalern, oder ein jährliches Einkommen von 6600Tha-lern (— 4000 Milreis) aus anderen Erwerbsquellen, oder die Beklei-dung eines hohen Militair- oder Civilpostens. Die Wahl erfolgte aufsechs Jahre. Der Wahlmodus zur zweiten Kammer war direct. DasWahlrecht knüpfte sich an ein Einkommen von 132 Thalern, die Wähl-barkeit an eins von 600 Thalern. Nach dem Aussterben der königlichenDynastie sollten die Cortes einen andern König nach Gutdünken wählen.

Die Ministerien wechselten häufig nach den jeweiligen Ansichten desHofes oder dem Ausfall der Corteswahlen. Die Septembristen oder Ra-dikalen behielten aber im Allgemeinen die Oberhand über die Pedristenoder Conservativen.

22. Kampf der Christinos und Carlisten in Spanien.Zumalacarreguy ch 1835. Maroto. Cabrera. Mina.Espartero. Die Verfassungskämpfe in Spanien von1833—1840.

Als Ferdinand VH. starb (S. 25), befand sich sein aus Spanienverwiesener Bruder, Carlos, in Portugal, um Dom Miguel beizustehen.Sofort erklärte sich Don Carlos zum „König von Spanien", und seineAnhänger erhoben den Schild des Aufruhrs in den baskischen Provinzen,Navarra, Catalonien, Aragonien und Castilien, wo theils die Geistlich-keit den unwissenden Bauernstand gänzlich in hierarchischen Banden ge-