Band 
(1815 - 1854)
Entstehung
Seite
323
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3. Kap.)

Tod Peel's.

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dem Tode des Letzteren der Unterstützung der Peeliten im Parlament.So wurden die Zucker-, die Thee- und Tabakzölle nochmals ermäßigtund damit das erfreuliche Resultat erzielt, daß die Zolleinnahmen sich1847 höher beliefen, als 1846, folglich die Zahl der Konsumenten zuge-nommen hatte. „Bedeutungsvoll," sagt Bülau sehr treffend, „wurdedieses Ministerium hauptsächlich durch Lord Paimerston's auswärtige Po«litik, welche sich überall einmischte, gegen Schwächere (Spanien, Griechen-land) meist sehr hochfahrend auftrat und sich als Beschützerin der liberalenBestrebungen darstellte, ohne diesen doch wahrhaft offenen und nachhal-tigen Beistand zu leisten und nicht ohne dem Verdacht zu verfallen, alswäre es England lediglich an Unterhaltung unruhiger und unsicherer Zu-stände in den festländischen Staaten zu thun."

Peel billigte diese Politik keineswegs. In der letzten Sitzung, wel-cher er beiwohnte (Juni 1850) tadelte er Paimerston's Benehmen gegenGriechenland, mit aller Entrüstung, deren seine edle Seele fähig war.Englands Politik sei nicht, dieSchwachen zu kränken,sondern ihnen beizustehen. — Am 29. Juni 1850 ritt Peelnach Buckingham-Palast, um sich nach dem Befinden der Königin zu er-kundigen , auf die eben der Gardelieutenant Pate ein wahnsinniges At-tentat verübt hatte, und befand sich auf dem Rückwege in der Nähe seinerWohnung, als das Pferd plötzlich scheute und ihn über den Kopf wegzur Erde warf. Man hob ihn auf und brachte ihn nach seiner Wohnung.Fürchterliche Schmerzen stellten sich ein, die er mit Fassung trug. Erstnach seinem Tode (2. Juli) fand man, daß er eine Rippe gebrochen hatte.Während seiner Krankheit empfing er die lebhaftesten Beweise der Theil-nahme. Die ersten Besucher, welche sich nach seinem Befinden erkundig-ten , waren der Prinz Albert und der Prinz von Preußen. Der Tod„des großen Commoner" machte überall den tiefsten Eindruck; das uner-meßliche Geschäftsleben Londons stockte, und sogar in den irischen Häfentrauerten die Schiffe mit halb am Mäste aufgezogenen Flaggen. Eindem Verstorbenen feindliches Blatt erinnerte an das Wort eines franzö-sischen Kritikers beim ersten Anhören eines Trauerspiels: „Wie kann ichMängel sehen, wenn meine Thränen mich blind machen." Im Parla-ment beeiserten sich die Führer aller Parteien, dem Andenken Peel's Hul-digungen darzubringen. Am ergreifendsten war es, als Gladstone dieVerse, welche Walter Scott aus Pitt verfaßt hatte, aus den Verewigtenanwandte. Peel vereinigte die Tugenden eines guten Familienvaters undvortrefflichen Gatten mit denen eines ausgezeichneten Staatsmannes.Nur von seinen geselligen Tugenden wissen die Zeitgenossen nichts zu er-zählen. Sein Leben theilte sich zwischen dem streng öffentlichen und demstreng häuslichen. Die Familie lehnte das öffentliche Begräbniß in der

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