Der Siebenzehner-Ausschuß.
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ein Decret zur Anlegung der sonst verpönten deutschen Farben und am10. März erfolgte an die Regierungen die Aufforderung, unverzüglich sie-benzehn Vertrauensmänner abzusenden, um die zeitgemäße Reformder Bundesverfassung zu berathen. Baden, Kurheffen und Sachsen mitHeffen-Darmstadt hatten ibre früheren Buudestagsgesandten schon durchpopuläre Männer: Welcker, Jordan, Todt, ersetzt, die, nebst Schmer-ling und Sommarruga, Dahlmann, Kirchgeßner, später Cucumus (fürBayern), v. Wangenheim, später Zachariä (fürHannover), Wand, Bas-sermann. Langen (für Großhessen), Dropsen (für Holstein), Willmar(für Luxemburg), v. d. Gabelentz und Luther (Ernst.-Sachsen), Maxvon Gagern (Braunschweig und Nassau), Albrecht, Petri, Gervinus,Jaup, Stockmar, Stever und Perthes, zu der Versammlung der „Ver-trauensmänner" zusammentraten. Diese Maßregel des Bundestags hinkteaber hinter einer anderen her, welche von der liberalen Partei bereits ge-troffen war. Einmal hatten nämlich die süddeutschen Regierungen Bayern,Württemberg, Baden, Großhessen und Nassau schon Abgesandte (M.v. Ga-gern, General Graf Lehrbach, v. Sternenfels) an die norddeutschen Höfemit kategorischen volksthümlichen Forderungen geschickt, wobei es nichtohne die Drohung geblieben sein soll, man werde die deutsche Föderativrepu-blik ausrufen, wenn man sich dort weigere, ein deutsches Parlament undeine deutsche Monarchie mit wirklichen demokratischen Einrichtungen zubilden: und zum Andern hatten sich auf Welcker's Einladung, am 5. März,51 Männer der ständischen Oppositionen in Heidelberg eingefunden undsich zu dem Beschlusse vereinigt: „ihre Regierungen auf das Dringendsteanzugehen, sobald und so vollständig als nur möglich das gesammtedeutsche Vaterland und die Throne mit dem kräftigen Schuhwalle einer —Nationalvertretung zu umgeben." Zugleich wollten sie dahin wirken, „daßbaldmöglichst eine vollständigere Versammlung von Vertrauensmännernaller deutschen Volksstämme" — als die Heidelberger Versammlung —„zusammentrete, um diese wichtigste Angelegenheit weiter zu berathenund dem Vaterlande wie den Regierungen ihre Mitwirkung anzu-bieten. Die Herstellung und Vertheidigung der höchsten Güter der Na-tion müsse, so lange auf diesem Wege noch Rettung möglich sei, imZusammenwirken der deutschen Volksstämme mit ih-renRegierungenerstrebtwerde n." Ein Siebenzehner-Ausschuß:Heinrich v. Gagern, Binding, v. Jtzstein, Römer, Stettmann, Welckerund Wittig, wurde mit den Vorbereitungen zu dem „Vorparlament" beauf-tragt und erließ am 12. März die Einladung an alle früheren und gegen-wärtigen Ständemitglieder und an einige andere durch das Vertrauendes deutschen Volks ausgezeichnete Männer, zu einer Zusammenkunft inFrankfurt a. M. am 30. März» um die Grundlagen einer nationalendeutschen Parlamentsversassung zu berathen.
Weltgeschichte. HI.
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