4. Kap.s
Der 18. September zu Frankfurt a. M.
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solcher nach der gegenwärtigen Sachlage noch ausführbar, nicht länger zuhindern; die provisorische Centralgewalt aufzufordern, die geeignetenSchritte zu thun, damit auf dem Grunde der dänischerseits amtlich er-klärten Bereitwilligkeit über die nothwendigen Abänderungen des Vertragsbald eine Verständigung eintrete; sie aufzufordern, wegen schleuniger Ein-leitung von Friedensverhandlungen das Erforderliche wahrzunehmen, undüber das Verfahren der preußischen Regierung der Centralgewalt gegen-über Bericht zu erstatten."
Dieser Beschluß wurde von ganz Süddeutschland mit Unwillen aus-genommen; auch in Norddeutschland besaß die schleswig-holsteinische Sacheviele Sympathien in den besten Kreisen. Die Demokraten benutzten dieseStimmung, um das Volk gegen die Nationalversammlung zu sanatisiren,und sendeten ihre Boten zu den Bauern und Turnern der benachbartenLande, sie nach Frankfurt zu laden, um die „verrätherische" Nationalver-sammlung auseinanderzusprengen. Germain Metternich, der Führer derFrankfurter Demokraten, bedrohte mit seinen Volkshaufen die aus derPaulskirche tretenden Mitglieder der Rechten. Man fahndete besondersauf den alten Iahn und den Fürsten Lichnowski. Am 17. September,einem Sonntage, wurde eine große Volksversammlung auf der Pfingst-weide abgehalten, wobei Schlöffe!, Simon von Trier und Zitz heftige Re-den hielten und die Volksversammlung zu einer Eingabe an die National-versammlung bestimmten, worin man die 258 Abgeordneten, welcheden „schmählichen Waffenstillstand" angenommen, für „Verräther desdeutschen Volks, der deutschen Freiheit und Ehre" erklärte. Metternichwar damit nicht zufrieden; schon trafen die Zuzügler aus der UmgegendFrankfurts ein und iuspicirten die Punkte, wo Barricaden errichtet wer-den sollten. Der Frankfurter Senat hatte noch rechtzeitig, ehe die Tele-graphendräthe zerschnitten wurden, nach Mainz um Truppen telegraphirtund die Sorge für die Sicherheit der Versammlung in die Hände desReichsverwesers gelegt.
Am Morgen des 18. September kamen zwei Bataillone Oesterreicherund Preußen an und verstärkten die Garnison, welche nur aus einem BataillonKurbessen bestand. Die Volkshaufen versuchten darauf in die Paulskirche,wo sich die Abgeordneten wieder versammelt hatten, einzudringen. MitMühe konnte v. Gagern die entstehende Verwirrung bemeistern. Dennochwies die Versammlung alle im Sinne der Beschwichtigung gestellten An-träge zurück. Die Linke beschloß, eine Deputation an den Retchsverweserabzusenden. Fürst Lichnowski entfernte sich, um den Erzherzog davon zubenachrichtigen, und wurde von dem edlen General v. Auerswald begleitet.Die Preußen hatten unterdeß den Platz vor der Paulskirche gesäubert,wobei ein Einziger verwundet wurde. Dies war das Signal zur Errich-tung von Barricaden. Die Truppen nahmen dieselben nach kürzerem oder