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(1815 - 1854)
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440
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440 Flucht der Herzöge von Modena und Parma. (4. Kap.

(rs bomba) Ferdinand's II. widerstehen sollte." Um aber die Fremden,welche die italienische Freiheit bedrohten, vertreiben zu können, beschloßman, in dem bevorstehenden Kriege mit Oesterreich den Sardenkönig zuunterstützen. Indeß kam nicht ein Einziger von den 60,000 Soldaten,mit welchen Rom und Toscana Karl Albert zu Hilfe eilen wollten, ausdie Beine, da man in beiden Staaten den Truppen nicht recht traute.

InModena war der Herzog unter dem Schutz des österreichischenGenerals, Fürsten Liechtenstein, wieder zurückgekehrt (10. August 1848),und in Parma dankte Herzog Karl III., den ebenfalls die Oesterreicherbeschützten, zu Gunsten seines Sohnes, des im Jahre 1854 gemeucheltenKarl IV., ab. Waren auch diese Länder der Revolution verschlossen, sowühlten die republikanischen Sendboten um so emsiger im KönigreichSardinien. Der dasige Ministerpräsident, Vincenzo Gioberti,versuchte diesem Treiben entgegenzuwirken und wollte in Toscana bewaff-net einschreiten, um den Großherzog auf den Thron der Väter zurückzu-führen. Diese Absicht beschleunigte seinen Sturz (21. Februar 1849).Alte Freunde fielen von ihm ab oder wagten vor den Drohungen derMazzinisten nicht, das Wort der Mäßigung auszusprecheu. In denClubs wurde unverhohlen von Entthronung des sardinischen Königs ge-sprochen. Karl Albert mußte die überfluthende Volkskraft gegen den aus-wärtigen Feind lenken, wollte er seine Krone behaupten. Dieser Gedankeschimmerte durch „die Ansprache an die europäischen Nationen", womit dasTuriner Ministerium Oesterreich den Waffenstillstand aufkündigte, klardurch (13. März). Oeffentlich wurde als Grund der Kriegserklärung dieverweigerte Herausgabe des Artillerieparks von Peschiera, die BelagerungVenedigs, die strengen Maßregeln gegen die Lombarden, und die Weige-rung Oesterreichs, den Friedenscongreß von Brüssel zu beschicken, angege-ben. Sardinien rechnete auf einen Volksaufstand in der Lombardei undrief in der That durch ein Decret (17. März) das Massenaufgebot zu denWaffen, was die Flucht der Herzöge von Parma und Modena zur Folgehatte. Die sardinische Armee, befehligt von dem polnischen General Chrza-nowski, bestand aus acht Divisionen und der polnischen Legion desGrafen Zamoyski, zusammen 120,000 Streitern und 168 Feuerschlün-den. Die Oesterreicher zählten nur 105,000 Mann und 190 Kanonen,wovon nur die größere Hälfte im Felde verwendet werden konnte. Aberdie Oesterreicher waren siegesgewiß, die Sardinier in gedrückter Stim-mung wegen der vorjährigen Niederlage. Die Oesterreicher hingen anihren Führern: Radetzky, Heß, Schöuhals, Erzherzog Albrecht, d'Aspre,Thurn, Schaffgotsche, Lichnowski und Culoz mit begeisterter Liebe, wäh-rend die sardinischen Heerführer: Karl Albert, Chrzanowski, Lamarmora,Cassato, Rosst, Ramorino, Herzog von Savoyen, Durando, Perone, Bes,Herzog von Genua, und Salaroli kein Vertrauen besaßen, was den mazzi-