Band 
(1815 - 1854)
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446
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Garibaldi's Kampf in Rom.

f4. Kap.

Verhaftungen herbei. Die umfassendste Militärmacht hat die Räuber-banden, welche ganze Städte und Dörfer plündern, nicht vertilgen kön-nen. Gaeta wurde stark befestigt, ein Handelsvertrag mit Toscanaabgeschlossen (8. August 1853) und wegen der Theuerung die Einfuhrder Lebensmittel bis zum Jahre 1854 freigegeben. Die Stellung zuEngland und Frankreich ist wenig befriedigend, da namentlich letzte-res nicht unbedeutend seine Empfindlichkeit wegen Murat's Tod mer-ken läßt.

Nach dem Fall der sicilianischen kam die römische Republik andie Reihe. Zur Zurückführung des Papstes verbanden sich die Franzosen,Oesterreichs, Neapolitaner und Spauier. Die französischen Republikanerhielten es zwar für verfassungswidrig, gegen die Freiheit fremder Völkerzu kämpfen, konnten indeß dem Präsidenten ihren Beifall nicht versagen,^daß er den französischen Einfluß ausdehnen und die konstitutionellen Frei-heiten im Kirchenstaate gegen die absolutistischen Staaten Oesterreich undNeapel schützen wollte. Am 29. April landeten 5000 Spanier unter Cor-dova in Terracina und bemächtigten sich der Stadt. Der König von Neapelrückte am 1. Mai mit 12,000 Mann in Velletri ein; 50,000 Oesterreichsunter d'Aspre und Wimpfen bewegten sich durch Toscana, wo sie Livornounterwarfen, nach Bologna und Ancona. Erstere Stadt capitulirte nacheiner tapfern Vertheidigung unter sehr ehrenvollen Bedingungen (15.Mai). Darauf schloß Wimpfen Ancona ein (25.), in welchem Garibaldi'sLegion lag, die sich wacker hielt und erst am 17. Juni gegen das Ver-sprechen freien Abzugs capitulirte. Am 25. April erschien eine franzö-sische Flotte vor Civitavecchia und schiffte bis zum 1. Mai 9000 MannKerntruppen unter General Oudinot aus. Die Römer ließen die Lan-dung zu, weil sie hofften, die Franzosen kämen als Freunde und Bundes-genossen. Oudinot erklärte dagegen, daß er nicht zum Schutz der bestehendenRegierung käme, sondern, um einen Staat herzustellen, der in gleicher Weiseden Misbräuchen, welche für immer durch die Großherzigkeit des erlauch-ten Pius IX. abgeschafft worden, wie der Anarchie der letzten Tageabhold sei. Oudinot hatte im Geheimen Einverständnisse mit römischenFührern angeknüpft und glaubte, sich schnell in den Besitz der Stadt setzenzu können. Allein Garibaldi lag auf Vorposten in St. Antonio, empfingdie Franzosen mit einem lebhaften Feuer und zog sich fechtend bis in diePorta Cavalleggiero an der Peterskirche zurück, wo plötzlich die Römerzwei Batterien demaskirten, die unter den Franzosen fürchterlich aus-räumten. Oudinot gesteht, daß er nie ein besser geleitetes Feuer gesehen,und daß die Römer in einer Weise fochten, wie er es nie von ihnen er-wartet hätte. Die Franzosen mußten sich den Rückzug mit vielen Opfern,besonders an Officieren, erkaufen. Oudinot traf am 2. Mai in Paloein, wo er in einem befestigten Lager eine weitere Verstärkung von